Freitag, 6. März 2015

Projekt "Nordwärts" der Stadt Dortmund

Liebe Mitstreiter,

die Stadt Dortmund möchte in naher Zukunft das Projekt „Nordwärts“ auf den Weg bringen.

In der ersten Projektbeschreibung ist ebenfalls die OWIIIa erneut ein Thema.

Bisher war das Hauptargument der politischen Befürworter (SPD, CDU und FDP) für den Weiterbau der OWIIIa, eine angebliche Verkehrsentlastung des Hellwegs.

Zur Erinnerung:
Nach den letzten Verkehrszahlen fahren im Schnitt auf dem Hellweg pro Tag zwischen 14.000 und 16.000 Fahrzeuge.

Auf der OWIIIa sollen es bis zu 26.000 Fahrzeuge sein!

Jetzt kristallisiert sich durch das Projekt „Nordwärts“ jedoch heraus, dass eigentlich bevorzugt die ansässigen Unternehmen profitieren sollen! Diese Befürchtung haben wir bereits mehrfach geäußert. Die örtliche Politik verneinte das natürlich.

Doch nun soll neben dem Weiterbau der OWIIIa auch der Bau der Nordspange ganz konkret geplant werden.

Hier ein kleiner Auszug aus der Vorlage der Stadt Dortmund:
Grundsätzlich werden die Förderung der Nahmobilität , die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie die Optimierung des Güterverkehrs angestrebt. [...] Zusätzliche Wirtschaftsflächen an vorhandenen Verkehrsachsen, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, werden entwickelt, damit Dortmunder Unternehmen auch weiterhin Wachstumschancen am bisherigen Standort nutzen können und auswärtigen Firmen ein adäquates Angebot unterbreitet werden kann.

Heißt, dass Unternehmen bessere und kürzere Verkehrswege erhalten sollen. Auch wenn, wie bei der Weiterführung der OWIIIa, dadurch Wohngebiete deutlich verlärmt werden.

Die komplette Vorlage findet ihr hier im Artikel der Ruhrnachrichten:
http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44137-Dortmund~/Zehn-Jahres-Projekt-Nordwaerts-Diese-Ideen-sollen-Dortmunds-Norden-neuen-Schub-geben;art930,2641275

Freitag, 2. Mai 2014

Dortmund und Unna legen die Karten auf den Tisch!

Liebe Mitstreiter/innen,
 
Es ist aktuell bekanntlich Wahlkampf, da kommt natürlich auch das Thema „OWIIIa“ wieder auf.
 
Der Kreis Unna hat eine interessante Meldung veröffentlicht. In dieser Meldung wird das erste Mal die OWIIIa als „Schnellstraße“ bezeichnet. Das hatten SPD und CDU in schöner Regelmäßigkeit abgestritten!

Beide Städte versuchen auch weiterhin das Land NRW davon zu überzeugen, diese Schnellstraße zu bauen.

Zudem soll diese Straße tatsächlich als Autobahnanbindung dienen. Auch diese Tatsache haben SPD und CDU immer wieder abgestritten. Glücklicherweise legen die politischen Befürworter nun die Karten auf den Tisch.

Hier geht es zum Artikel:
http://www.kreis-unna.de/hauptnavigation//newsroom/wirtschaft-wohnen-verkehr/wwv/westtangente.html

Bitte berücksichtigt das bei der nächsten Kommunalwahl am 25.05.14!!

Montag, 12. August 2013

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur OWIIIA liegt jetzt vor!

Liebe Mitstreiter/innen,
nach langem Warten wurde der Stadt Dortmund sowie der Bürgerinitiative BISuF die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur OWIIIA übergeben.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung bildet die Basis für weitere Planungsschritte, sofern diese jemals durchgeführt werden.

Die ersten Ergebnisse unserer Analyse möchten wir euch heute miteilen. Auch die Umweltverbände prüfen aktuell die dort hinterlegten Aussagen.

Zur UVP:
Wie wir bereits vor längerer Zeit vermutet haben, soll die OWIIIA zumindest bis zur Wickeder Str. 4-spurig(!!) gebaut werden. Das ist jetzt Fakt, da können uns die Politiker erzählen was sie wollen....
Auch die bereits geplanten Kreisverkehre sind so konstruiert, dass man relativ leicht
die gesamte Strecke 4-spurig ausbauen könnte.

Auszug aus der UVP:
„Eine Ausnahme hiervon bildet der Abschnitt von der Asselburgstraße (L 556) bis zur K 18, der Verkehre von über 26.000 Kfz/24h aufnehmen muss. Hier ist aufgrund der höheren Verkehrsbelastung ein 4-streifiger Querschnitt erforderlich (RQ 21).“

Dadurch werden Ortschaften wie z.B. Asseln, die ja eigentlich eine deutliche Entlastung erhalten sollten, kaum angebunden! Lediglich die Asselburgstr. und Wickeder Str. sollen eine Zufahrt zur 4-spurigen OWIIIA erhalten.

Wie sollen Ortschaften von der OWIIIA profitieren, wenn man die nicht vollständig und ausreichend anbinden möchte? Bei einer 4-spurigen Schnellstrasse ist das auch nicht wirklich machbar. Die Eschenwaldstr. und Bienenstr. sollen definitiv nicht angebunden werden, dadurch wird sich der Schleichverkehr im Bereich Küsterkamp und Grüningsweg wohl kaum verringern lassen.

Interessant ist in der UVP die Aussage, dass an der Wickeder Str. täglich ca. 6000 Kfz in Richtung Wickede sowie Husen abfließen soll.

Natürlich wird auch der LKW-Verkehr bezüglich OWIIIA erwähnt. Zitat aus der UVP:
„Die prognostizierten LKW-Anteile liegen tags bei 4,8% und nachts bei 6,6%. (...) Berücksichtigt ist eine Entwurfsgeschwindigkeit von V = 90 km/h.“

Damit lässt sich endlich(!) eindeutig belegen, das hohe Geschwindigkeiten inkl. starker Lautstärke gefahren werden dürfen. Auch die Linienführung bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen. Die UVP favorisiert eine Variante, die direkt an die dortigen Wohngebiete vorbei führt!

Zitat aus der UVP:
“Durch die enge Führung entlang des nördlichen Siedlungsrandes von Wickede können zum südlichen Rand des Naturschutzgebietes Wickeder Ostholz Distanzen von 30 bis 120 m eingehalten werden.“
Wie sollen da die Natur- und Lärmschutzbelange eingehalten werden? Zumal an anderer Stelle des Gutachtens aktuell und schon lange gültige Europäische Gesetze und Normen für den Lärmschutz noch keine Berücksichtigung finden. Die mittlerweile auch hier gültigen Gesetze - insbesondere auch zum Schutz ruhiger Zonen - blieben im Gutachten gänzlich unberücksichtigt.

In der UVP ist explizit vermerkt, dass von der Wickeder Str. „bis zur Dortmunder Straße (L 663) ca. 19.000 Kfz/24h“ zu erwaten sind! Was das an Lärm bedeutet, kann sich wohl jeder vorstellen. Selbst auf dem Hellweg ist der Verkehr nicht so stark, wie für die OWIIIA prognostiziert.

Zum Thema Lärmschutz gibt es natürlich auch einen interessanten Hinweis, Zitat aus der UVP: „Die vorhandene Wohnbebauung wird in diesem Bereich zwischen Bau-km 3+005 und L 663 durch Lärmschutzwälle gegenüber den Lärmimmissionen der Neubaustrecke geschützt“

Wickede und Husen werden durch eine 3 bis 4 Meter hohe Mauer (Lärmschutzwand) getrennt. Was das für unsere gesamte Wohnqualität in Wickede bedeutet sollte uns allen sehr klar sein. Auch Grundstücke und Eigenheime, die direkt oder unmittelbar an der OWIIIA liegen, werden deutlich an Wert verlieren!

Insgesamt bedeutet diese Linienführung insbesondere:
1. Neue West-Ost Autobahn mit überwiegend Schwerlastverkehr
2. Zerstörung der Erholungsräume für Freizeitsportler, Wanderer, Reiter etc.
3. Zerstörung von Landwirtschaftlichen Nutzflächen
4. Extrem starke Belastungen für Anwohner durch Lärm, Feinstäube, Arsen und andere Umweltgifte.
5. Erhebliche Eingriffe in die Natur und deren teilweise Zerstörung, Vernichtung der Lebensqualität

Leider werden aus unserer Sicht auch wichtige Tatsachen einfach unterschlagen! Beim Thema Verkehrsentwicklung nimmt dieses Gutachten die Verkehrszählung aus dem Jahr 2008, nicht aus 2009. Die letzte große Zählung aus dem Jahr 2009 kommt zu ganz anderen Prognosen, als die in der UVP aufgeführte Zählung.

Interessant ist zudem, dass die UVP zum Ergebnis kommt, die OWIIIa würde bei Fertigstellung insgesamt (je nach Streckenabschnitt) 24.000 bis ca. 26.000 Kfz/24h aufnehmen können. Damit sind die Aussagen einiger lokaler Politiker, dass die OWIIIA lediglich 18.000 Kfz/24h aufnehmen werde, auch entlarvt. Die Lärmbelastung wird enorm sein, diese Tatsache ist jetzt nicht mehr zu widerlegen.

Das Thema Umwelt und Natur scheint ebenfalls nicht immer aktuell zu sein, jedenfalls sind viele Aussagen veraltet und werden aktuell von den Umweltverbänden intensiv geprüft.

Wir bleiben dran und informieren euch auch weiterhin.

Viele Grüße


Das Team der BISuF

Montag, 15. Oktober 2012

NRW-Regierung wird Planungen zum OWIIIa-Ausbau in Unna nicht fortsetzen

Die Bürgerinitiative BISuF (Schützt unseren Freiraum) begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, die Planungen für eine Ortsumgehungen Unna (Westtangente) sowie Unna/Massen (Nordumgehung) nicht weiter zu verfolgen. Kommunale Politiker von SPD und CDU hatten versucht, diese Entscheidung im NRW-Verkehrsministerium in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Zwar bleiben die Anwohner in Unna und Kamen zunächst auf unabsehbare Zeit vor einer Zunahme durch Lärm und Abgase verschont. Gleichzeitig ist nun aber zu befürchten, dass die berühmte "Salami-Taktik" - wie auch bereits beim Dortmund Flughafen angewandt - die Folge sein wird:

- Die OWIIIa wird auf Dortmunder Gebiet im 3. Bauabschnitt 4-spurig bis zur Stadtgrenze Dortmund mit Anbindung an die Gudrunstr. geplant. Dies würde für die dortigen Anwohner eine erhebliche und massive Belastung bringen. 
- Alternativ könnte die OWIIIa auch (zunächst) an der Wickeder Str. enden.

Beide Varianten sind absolut inakzeptabel und nicht hinnehmbar.

Eine 4spurige OWIIIa (wie von der SPD gefordert) bis zur Wickeder Str. würde die Ortskerne Wickede sowie Husen durch den abfließenden Verkehr extrem belasten. Gleichzeitig wäre eine Entlastung für Asseln, wie von den politischen Befürwortern regelmäßig kommuniziert, faktisch nicht vorhanden, denn bei einem 4spurigen Ausbau ist die Anbindung an die dortigen querenden Straßen fast nicht möglich. Schwerlastverkehr würde den Ortskern von Wickede zusätzlich belasten, weil sie die südlichen Gewerbegebiete anfahren wollen.

BISuF fürchtet, auch nach den jüngsten Äußerungen der Wirtschaftsförderung, dass im Zusammenhang mit der Entwicklung der Logistik-Fläche auf der ehemaligen Westfalenhütte und dem Bau der KV- Anlage sowie der Nordspange zum Hafen die OWIIIa in Wahrheit eine neue West-Ost Schwerlast Schnellverkehrsverbindung werden soll.

Die als Ortsumgehung deklarierte Schnellstraße würde im Falle einer Realisierung auf Dortmunder Stadtgebiet (3. Bauabschnitt) den letzten großen zusammenhängenden Freiraum in Dortmund für immer zerstören. Dadurch würde nicht nur die Lebensqualität in Dortmund erheblich sinken, sondern die Zerschneiden und Verlärmung der Naturschutz- und Naherholungsgebiete am Wickeder Ostholz mit seiner wertvollen Fauna und Flora die Folge sein. Die dortigen Anwohner würden einer massiven Lärm- und Abgasbelastung ausgesetzt werden.

Die entscheidenden Argumente werden schlichtweg unterschlagen. Seit 2000 ist der Verkehr in den betroffenen Stadtteilen teilweise erheblich zurückgegangen. In Asseln und Wickede allein um ca. 21,7%. (Verkehrszählung der Stadt Dortmund von 2009). Ebenfalls hat die letzte Zählung (Anfang 2012) in Husen / Kurl klar aufgezeigt, dass allein auf der Kurler Straße eine Verkehrszunahme durch die Bahn-Untertunnelung in Kurl feststellbar ist. Gerade die innerörtlichen Verkehre (z.B. Flemerskamp) haben abgenommen.

Wir fordern die seit Monaten überfällige und nur Insidern schon bekannte Umweltverträglichkeitsprüfung endlich zu veröffentlichen. Die vermutlich kritische Aussage zum Ausbau der OWIIIa hat man offenbar wegen der Kommunal-Wahl-Wiederholung zurückgehalten und entsprechende Anfragen der OWIIIa-Kritiker seit Februar nicht beantwortet. 

BISuf tritt dafür ein, die vorhandene Straßen-Infrastruktur (Hellweg, Flughafenumgehung) auf den innerörtlichen Ziel- und Quellverkehr hin zu optimieren und insbesondere den Schwerlastverkehr durch verkehrslenkende Maßnahmen vom Hellweg zu verbannen. So können die Ortskerne von Asseln und Wickede zeitnah, kostenschonend und dazu noch freiraumschützend vom vermeidbaren Durchgangsverkehr entlastet werden. Um das von OB Ullrich Sierau für die Stadt Dortmund angestrebte Ziel, Klimahauptstadt zu werden, zu erreichen, sollte die städtische Planungsverwaltung die Bedenken des hauseigenen Umweltamtes in Sachen Freirum- und Lärmschutz bei die Verkehrsplanungen für den Dortmunder Osten berücksichtigen.   

Sonntag, 12. August 2012

Einladung zur OWIIIA Info-Veranstaltung

Liebe Mitstreiter/innen,

die Sommerpause ist vorbei und die Bürgerinitiativen "BISuF" und "Gemeinsam für Brackel" sowie die Umweltverbände BUND und NABU laden euch am 21.08.2012 zu einer OWIIIa Info-Veranstaltung ein.

Info-Veranstaltung:
Datum: 21.08.2012
Ort: Asselner Lokal „Schnitzel & Schampus“, Asselner Hellweg 95
Zeit: 19.00 Uhr

Wilhelm Auffahrt (Sprecher der Bürgerinitiative "Gemeinsam für Brackel") wird speziell auf die Problematik der Nordspange / Hafen eingehen, die zusätzlichen Schwerlastverkehr über die OWIIIa bringen würde. Dieser Schwerlastverkehr würde speziell Asseln und Wickede betreffen.

Thomas Quittek (Sprecher BUND-Kreisgruppe Dortmund ) und Dr. Erich Kretzschmar (1. Vorsitzender NABU Dortmund) beschreiben anhand vorliegender Gutachten die Bedeutung des Naturraums nördlich Asseln und Wickede für den Naturschutz und die Naherholung. Insbesondere gehen auf die Naturschutzgebiete Wickeder Ostholz und Pleckenbrinksee sowie das geplante NSG Wickeder Holz ein. Die L 663n (OWIIIa) würde diesen Raum zerschneiden und damit erheblich für die Tier- und Pflanzenwelt und den Erholungsuchenden entwerten.

Wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer.

Dienstag, 29. Mai 2012

Info-Veranstaltung der Verwaltung erneut abgesagt!

Liebe Mitstreiter/innen,

die Verwaltung und der Dortmunder Oberbürgermeister haben leider den angekündigten Termin zur Info-Veranstaltung zum Thema "OWIIIa" am 04.06.2012 abgesagt! Und das schon zum zweiten Mal - Anfang des Jahres wurde eine geplante Info-Veranstaltung der Bezirksvertretung bereits abgesagt.

Hier die schriftliche Begründung der Verwaltung / Politik:
Stadt Dortmund
Der Oberbürgermeister
Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates


Sehr geehrte Damen und Herren, 

bestimmt konnten Sie schon einigen Presseberichten entnehmen, dass Dortmund derzeit "Rat-los" ist. 
Zudem sind auch alle Bezirksvertretungen (außer Brackel) nicht mehr aktiv und müssen gemeinsam mit dem Rat am 26.08 erneut gewählt werden. 
Dem zur Folge gibt es in Dortmund im Moment (mit Ausnahme der Bezirksvertretung Brackel) keine demokratisch gewählten Entscheidungsträger. 
Die für den 04.06.2012 geplante Veranstaltung  wurde mit dem Ziel geplant alle Interessierten -Politik, Bürger, Bürgerinnen und Bürgerinitiativen über den Stand des Verfahrens 
"Weiterbau OWIIIa" zu informieren. 
Im Hinblick auf den bevorstehenden politischen Wahlkampf möchten wir vermeiden, dass die von den BürgerInnen gewünschte Informationsveranstaltung zur Wahlkampfveranstaltung wird 
und eine sachliche Information für die interessierten Teilnehmer/innen möglicherweise erschwert wird. 
In Abstimmung mit dem Stadtplanungs-und Bauordnungsamt, Herrn Stadtrat Lürwer und Herrn Oberbürgermeister Sierau haben wir uns dazu entschieden die Informationsveranstaltung auf einen Zeitpunkt nach der Kommunalwahl zu verschieben. 
Ich hoffe, dass die Entscheidung für Sie nachvollziehbar ist. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten und Ihnen zeitnah die neue Terminplanung mitteilen.     

Haben Sie Dank für ihr Verständnis. 

Ich wünsche allen ein schönes Pfingstfest und verbleibe 
mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Michaela Bonan
Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates
Ombudsfrau für Bürgerinitiativen 
GF Konsultationskreis Energieeffizienz und Klimaschutz 
GF Lenkungskreis Elektromobilität
Südwall 2-4
44122 Dortmund



Als Bürger dieser Region kann (oder muss) man ob dieser Argumentation ein wenig irritiert wirken. WANN wäre denn der beste Moment, dieses Thema zu behandeln und von der Stadt die "dort bekannten Karten" auf den Tisch zu legen? Hat der Bürger nicht das Recht, VOR der Wahl alles zu wissen, was seine Wahlentscheidung beeinflussen könnte?

Denn im Gegensatz zur "Spitzenkandidatenfrage" bei der NRW-Wahl geht es bei der anstehenden Ratswahl (auch im Stadtbezirk Brackel) hier vor Ort um ein ganz spezielles kommunales Thema. Und da musste ja schon der Oberbürgermeister zugeben, dass eine OWIIIa mit ca. 26.000 Autos/Tag als 4-spurige (Autobahn-)Straße mindestens bis zur Wickeder Straße geführt wird. Und auch die Verknüpfung im Westen an die "Nordspange" über die Westfalenhütte spielt hier eine aus Sicht der Stadtplanung überregionale und den Verkehr bzw. den Straßenausbau betreffend entscheidende Rolle. 

Offensichtlich fürchten Verwaltung und wichtige Politiker, dies den Bürgern im Wahlkampf bzw. am Wahlkampfstand auch zu sagen, dass sie für eine Autobahn in unserem letzten großen Freiraum eintreten und die Bedürfnisse der dortigen Anwohner keine Rolle spielen.

Wir werden uns natürlich zeitnah beraten, ob die Bürgerinitiativen selber eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen können.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Zusammenfassung der Ortsbegehung mit Herrn Sierau

Liebe Mitstreiter/innen,

gestern, am 08.05.12, um 14:30 Uhr fand die angekündigte Ortsbegehung mit unserem Oberbürgermeister Sierau statt. Da nicht alle von euch anwesend sein konnten, möchten wir euch kurz eine Zusammenfassung geben.

Herr Sierau sagte ganz klar, dass der Bau der OWIIIa politisch beschlossen sei, jedoch noch einige Hürden zu nehmen sind. Natürlich könnte die politische Meinung noch geändert werden, allerdings sei das doch unwahrscheinlich.

Besonders interessant waren die Ausführungen wie die OWIIIa nun aus Sicht der Verwaltung und SPD gebaut werden müsste. Bis zur Wickeder Str. auf jeden Fall 4spurig! Denn bis dahin rechne man auf jeden Fall mit mindesten 24.000 Verkehrsteilnehmern. Das ist jetzt mal ein ganz klare Aussage, die nicht mehr zu korrigieren ist. Zwischen Wickeder Str. und Dortmunder Str. rechne man mit mindesten 18.000 Fahrzeugen (obwohl die SPD Husen-Kurl mit 26.000 rechnet), ob man dann dort tatsächlich 2spurig bleiben kann ist somit weiter fraglich und konnte nicht zu 100% beantwortet werden. In jedem Fall wird der aktuelle Freiraum für immer zerstört und unsere Wohngebiete massiv verlärmt.

Auffällig ist natürlich, dass das prognostizierte Verkehrsaufkommen "plötzlich" nach unten korrigiert wurde. Von 26.000 PKW/LKW pro Tag auf 24.000 bzw. 18.000 Fahrzeuge täglich. Es wurde zudem eine zweite Strecken-Variante präsentiert: Die OWIIIa könnte auch direkt neben dem Pleckenbrinksee vorbei führen.

Laut Herrn Sierau wurde die Weiterführung der OWIIIa über Jahre ganz intensiv von Politikern aus SPD, CDU und FDP gefordert (leider auch in Dortmund die politische Mehrheit). Zwar wird die OWIIIa vom Landtag NRW geplant, allerdings sind die Beschlüsse in der Bezirksvertretung Brackel und im Dortmunder Rat (von SPD, CDU und FDP) getroffen worden.

Es wurde (aus unserer Sicht) zwar versucht uns den Eindruck zu vermitteln, dass die Politik sich bereits einige wäre, jedoch lassen wir uns davon nicht ablenken. Wir werden weiterhin aufklären und versuchen unsere Argumente einzubringen. Auch der Oberbürgermeister musste zugeben, dass die Möglichkeit einer Klage gegeben und alles andere als aussichtslos ist. Gerade die Umweltverbände haben in der Vergangenheit mehrmals angekündigt gegen den Weiterbau rechtlich vorzugehen, sollte es kein Umdenken geben. Wir werden sie dabei selbstverständlich unterstützen.

Lasst euch nicht verunsichern, wir werden weiter für unsere gemeinsame Sache kämpfen! Unseren Lebensraum und Wohnqualität lassen wir uns nicht so einfach nehmen.

Denkt auch bitte daran am 13.05 zur Wahl zu gehen. Wir können mit unserer Stimme dazu beitragen, dass es bei einigen Politikern doch noch ein Umdenken geben könnte. Wenn Ihr noch wissen möchtet welche Partei "wie" zur OWIIIa steht, könnt Ihr hier unseren Faktencheck zur Landtagswahl aufrufen und speichern: http://bisuf.de.vu/Flyer-Fakten.pdf

Der nächste öffentliche Termin:
Am 04.06.2012 um 18:30 Uhr findet im ev. Gemeindehaus Asseln eine Info-Veranstaltung / Diskussion unter neutraler Moderation statt. Dort werden neben Mitarbeiter der Stadt-Verwaltung auch Herr Sierau anwesend sein.
Bitte haltet euch diesen Termin frei! Auf dieser Veranstaltung können wir alle noch einmal ganz offen über die Weiterführung der OWIIIa sprechen und unseren Oberbürgermeister auf die Probleme aufmerksam machen!


Viele Grüße

Eurer Team der BISuF - wir geben nicht auf!