Sonntag, 27. Januar 2019

OWIIIA: Befürworter lassen nicht locker

Liebe Mitstreiter/innen,

aktuell erleben wir erneut ein Geplänkel in den örtlichen Printmedien zum Thema OWIIIa, um das Thema nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Auf die Berichte - aktuell der CDU – gibt es auch wieder einige Reaktion!

Zum einen von der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN:

Auch die GRÜNEN haben eine Pressemeldung versendet:

Hier wird recht klar und deutlich kommuniziert, was z.B. auch die BISUF bereits seit vielen Jahren immer wieder vermutet hat, dass dieser Weiterbau lediglich der Industrie nützen soll.
Die Verkehrszahlen der Stadt Dortmund sprechen eine eindeutige Sprache: Der Verkehr nimmt ab!

Zudem sollte es ein Ansinnen unserer lokalen Politiker sein, Lkw-Verkehre vorzugsweise nicht an Wohngebieten entlang zu führen.

Und beide Fraktionen sind sich einig: Der Weiterbau ist kein Stück näher gerückt!
Nach unseren Informationen gibt es im FB 61 derzeit keine entsprechenden Arbeitsaufträge, verfügbares Personal und Geld, um hier wieder aktiv in Sachen Ausbauplanungen zu werden. Trotzdem scheinen die Befürworter hinter den Kulissen neue Anläufe nehmen zu wollen.

Auch die GRÜNEN verweisen darauf, dass der neue Landschaftsplan der Stadt Dortmund das Gebiet zwischen Kurl, Brackel, Asseln und Wickede gerade als besonders erhaltenswert bezeichne, weil es ein unzerschnittener verkehrsarmer Raum ist und das lokale Klima schützt.
Die GRÜNEN Politikerin Frau Plieth sagte: "Der Weiterbau der Brackeler Straße erscheint in diesem Zusammenhang als absurd. Vor allem, weil die Fortsetzung der ,OWIIIa' nicht mal ihr eigentliches Ziel, den Hellweg zu entlasten, erreichen wird. Stattdessen wird sie möglicherwiese noch mehr Autos nach Asseln und Wickede bringen – vor allem nach dem Weiterbau in Richtung Unna. Bei Stau auf der A2 oder B1 wird diese Strecke als Umleitung genutzt werden.“

Zitat aus der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP): "Die prognostizierten LKW-Anteile liegen tags bei 4,8% und nachts bei 6,6%. (...) Berücksichtigt ist eine Entwurfsgeschwindigkeit von V = 90 km/h.“

Kowalewski (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN) sagte dazu: „Diese CDU-Zielsetzung ist nun zumindest ehrlich benannt, auch wenn sie dem verkehrspolitischen Mittelalter zuzurechnen ist. (...) Lkw-Verkehre gehören eben nicht vorzugsweise an Wohngebieten entlang geführt, so wie die OWIIIa-Planung das will, sondern diese Verkehre gehören auf den Autobahnring. Oder noch besser leitet man solche Verkehre gar nicht auf die Straße, sondern auf die Schiene mit Hilfe der von den Stadtwerken eigens betriebenen Containerterminals. Dass die Ziel- und Quellverkehre für den Wickeder Ortskern plötzlich im Norden Wickedes stehen bleiben würden und nicht zu ihren Bestimmungsorten durchfahren, ist auch ein absurder Gedanke der OWIIIa-Pläne. Insofern ist eine ernsthafte Hellweg-Entlastung ohnehin eine Fata Morgana. Das zeigt auch die Aufforderung der CDU an das Land NRW.“

Von der Zerstörung der Freiräume nördlich von Asseln und Wickede als Naherholungs- Freizeit- und Sportgebiet möchten wir erst gar nicht anfangem. Auch Rad- Wander- und Reitwegen wären für immer weg. Dafür bekämen wir kostenlos eine Vergiftung der Anwohner und der Natur durch die schädlichen Emissionen einer Straße durch z.B. Feinstäube, Blei, Cadmium, Stickoxyde etc.

Wir als Bürgerinitiative werden uns weiterhin deutlich gegen einen Weiterbau der OWIIIa aussprechen und hierbei massiven Widerstand leisten.


Viele Grüße

Euer Team der BISUF

Samstag, 13. Januar 2018

Artikel zum Weiterbau der OWIIIa

Liebe Mitstreiter/innen, 
 
auch im Jahr 2018 lässt uns das Thema „Weiterbau der OWIIIa“ nicht los. Wie ein sehr tendenziöser Artikel der Ruhrnachrichten erneut gezeigt hat,  werden weiterhin Fakten verdreht und Märchen zur vermuteten Entlastung des Asselner und Wickeder Hellweges durch eine verlängerte OWIIIa in Richtung Unna erzählt. 

Es ist natürlich richtig, dass es zu den Hauptverkehrszeiten auf dem Hellweg und in den Nebenstraßen zu starkem Verkehrsaufkommen kommt. Immerhin muss ein Großteil der rund 24.000 Menschen aus Asseln und Wickede zur Arbeit/Schule etc. und wieder zurück. Durch das jahrelange Versagen der örtlichen Politik sind Entlastungen, welche auch ohne eine Schnellstrasse auskommen würden, unterlassen worden. Z.B. Bauliche Veränderungen für Linksabbieger, die aktuell überall den durchgehenden Verkehr ausbremsen. 

Man muss sich doch nur einmal die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ansehen, die uns 2013 überreicht wurde. Dort wurde empfohlen die gesamte Strecke 4-spurig auszubauen. Immerhin soll die OWIIIa in Asseln bzw. Wickede bis zu 26.000 Fahrzeuge aufnehmen. Alleine an der Wickeder Str. werden täglich ca. 6000 Kfz in Richtung Wickede sowie Husen abfließen. Die betreffenden Straßen und ihre Anwohner hätten also erheblich mehr Fahrzeuge aufzunehmen und zu ertragen. 

Zum Vergleich: Bei der letzten Verkehrszählung durch die Stadt Dortmund wurden auf dem Hellweg in Asseln und Wickede rund 14.000 Fahrzeuge gezählt, davon über 80% Quellverkehr, der die OWIIIA gar nicht nutzen würde. Mit der OWIIIa hätten wir also eine Zuwachs von über 20.000 Fahrzeugen, täglich! 

Noch viel interessanter ist der Schwerlastverkehr, der im Jahr 2012/2013 angesprochen wurde. Zitat aus der UVP: 
"Die prognostizierten LKW-Anteile liegen tags bei 4,8% und nachts bei 6,6%. (...) Berücksichtigt ist eine Entwurfsgeschwindigkeit von V = 90 km/h.“ 
Dazu gekommen ist seit 2017 auch noch eines der größten Lager der Firma Amazon an der Westfalenhütte. Dadurch wird der LKW-Verkehr nochweiter steigen. Eine ausgebaute Brackeler Straße in Richtung Unna mit Anschluß an die A1 bei Kamen (Ikea) würde auch für deutlich mehr (Schwerlast-)Verkehr führen, der nicht nur zusätzlich unsere östlichen Ortsteile mit Lärm und Staub belasten, sondern auch den größten noch vorhandenen ruhigen Freiraum in Dortmund zerschneiden würde. 

Das diese Schnellstraße direkt neben der aktuellen Wohnbebauung verlaufen soll kümmert die örtliche Politik genauso wenig wie der Naturschutz oder das vorgeschriebene Vermeiden von Lärm in ruhigen Gebieten. 

Wir als Bürgerinitiative werden uns weiterhin deutlich gegen einen Weiterbau der OWIIIa aussprechen und hierbei massiven Widerstand leisten.

Viele Grüße

Euer Team der BISUF

Montag, 3. Oktober 2016

Auch die SPD stellt klar: OWIIIa-Weiterbau entlastet den Hellweg kaum

Als Bürgerinitiative gegen einen Weiterbau der OWIIIA begrüßen wir die Äußerungen von Ludger Wilde, Planungsdezernent der Stadt Dortmund, bezüglich des Weiterbaus auf einer Info-Veranstaltung der SPD zur Neuplanung des Brackeler Hellwegs. Herr Wilde erklärte, dass der Weiterbau der OWIIIa völlig offen sei und dieser den Brackeler Hellweg kaum entlasten würde!

Die Partei "Die Linke" hat sich bereits wie folgt dazu geäußert:
"Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet auf einer Veranstaltung der SPD, die erst im April den eigentlich überflüssigen Weiterbau der OWIIIa als eines ihrer wichtigsten Stadtbezirksziele definierte, diese Feststellung gemacht wird. Die Ortskerne Brackel und Asseln werden durch diesen Straßenneubau tatsächlich nicht entlastet. Dafür werden aber die Randgebiete sowie Husen massiv mit zusätzlichem Verkehrslärm konfrontiert, da der Weiterbau nachweislich zusätzlichen Verkehr anlocken wird. Direkt am Meylant-Viertel und sogar am gerade erst von SPD & CDU trotz Kritik der Naturschutzverbände beschlossenen Neubaugebiet Wickede-West würde die autobahnähnliche Betontrasse die Anwohner belasten. Eine Alternative wäre stattdessen ein Lkw-Durchfahrtsverbot für den Asselner und Wickeder Hellweg, der die Brummis auf die Dortmunder Autobahnringe zwingen würde.", erklärt Ratsmitglied Carsten Klink für die Linke-Bezirksgruppe-Ost.

Montag, 1. August 2016

Naturschutzverbände lehnen Bebauung von Wickede-West ab!

Mit einer Stellungnahme äußert sich die Arbeitsgemeinschaft der nach § 63 Bundesnaturschutzgesetz anerkannten Verbände in Dortmund  zur geplanten Bebauung im bisherigen Freiraum von Wickede-West

Die Naturschutzverbände lehnen die geplante Wohnbebauung Wickede-West entschieden ab und verweisen hierzu auf ihre Stellungnahme zum Flächennutzungsplan sowie auf die Beschlüsse des Landschaftsbeirates vom 20.02.2002, 11.02.2004, 20.4.2005 und 13.4.2016. Im Stadtgebiet stehen andere - ökologisch weniger gravierende - potenzielle Wohnbaustandorte zur Verfügung.

=> Zum Wortlaut der Stellungnahme - hier:
http://nl.xeu.de/c/7407/500203

Samstag, 19. März 2016

Erklärung zum geplanten Wohngebiet im Wickeder Nord/Westen


Im Vorfeld der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes 2004 fanden sich
 2004 zahlreiche Bürger/innen im Dortmunder Nord/Osten in der
 Bürgerinitiative "Schutz unseren Freiraum" (BISuF) zusammen, um gemeinsam
gegen die weitere Zerstörung der letzten großen und zusammenhängenden
 Freiflächen einzutreten. Schon damals standen im Flächennutzungsplan
 Gewerbe-, Wohnungsbau- und Straßenbauflächen zur Diskussion. Darunter auch
 die aktuell wieder neu diskutierte Fläche im Wickeder Nord/Westen.
 Wenn auch damals das geplante Wohnbaugebiet Wickede-West deutlich größer
geplant war, so ist die nun aktuelle Fläche westlich der Eichwald- und
 Gössingstr so groß, dass ein Großteil der noch vorhandenen Freifläche 
zwischen Asseln und Wickede unwiederbringlich zerstört würde. Denn genau im
 Dreieck Sportplatz Grüningsweg / Ortsgrenze Asseln und Eichwaldstr. soll
ein Wohnbaugebiet mit ca. 150 Wohneinheiten entstehen, welches in
vielerlei Hinsicht einen kritischen Bereich betrifft: Denn diese Fläche
befindet sich

·      unmittelbar an einem Landschaftsschutzgebiet und beeinträchtigt
damit unverhältnismäßig das Naherholungsgebiet für Menschen und Tiere
·      innerhalb des im Lärmaktionsprogramms  der Stadt Dortmund
festgestellten "ruhigsten Freiraums" in ganz Dortmund. Eine Bebauung würde zur Zerstörung dieses Ruheraumes führen, was nach der Europäischen Umgebungslärmrichtlinie völlig unzulässig ist.
·      
am Rande eines Wohnbaugebietes, dessen verkehrstechnische Anbindung fast
ausschließlich über die heute schon stark frequentierte Kreuzung Eichwaldstr. / Wickeder Hellweg erfolgt.
·      Parallel würden heutige Anwohnerstraßen deutlich mehr durch Verkehrslärm belastet.
·      nur wenige Meter neben der geplanten Trasse der OWIIIa, welche bei Realisierung den
Wohnwert deutlich mindern und zusätzliche Schallschutzmaßnahmen (Mauern etc.)
erfordern würde.
·      in einem ehemaligen Sumpfgebiet mit hohem Grundwasserstand, welches
aufwändige Maßnahmen zur Entwässerung und zum Hochwasserschutz erfordern.



Stefan Herbst, Sprecher der Bürgerinitiative BISuF, macht darum noch einmal
deutlich, dass sich seine BI nicht mit den jetzt erfolgten Beschlüssen des zuständigen Ratsausschusses einverstanden erklärt. Die BI wird daher
 am Sonntag, den 03.04.2016 ab 10.00 Uhr im betroffenen Gebiet an der 
Eichwaldstr., neben dem Reitstall, mit einem Infostand mit interessierten
und betroffenen Bürger/innen über dieses Thema diskutieren.

In einer kurzfristig geplanten öffentlichen Versammlung sollen zusätzlich weitere Schritte
 beraten und mögliche Einsprüche und evtl. auch Klagen vorbereitet werden.

 Es ist dabei letztlich völlig gleichgültig, mit welcher Art von Bebauung, mit oder ohne 25% sozialem Wohnungsbau,
der schützenwerte Freiraum zerstört wird.

 Bei Ausweisung weiterer Wohnbauflächen im Stadtgebiet sollten diese Flächen sorgsam und
 sinnvoll ausgesucht werden, um Natur und Freiraum zu schützen. Dabei sollten brach
liegende Fläche reaktiviert, Verdichtungen in großzügigen Wohnanlagen
 Vorrang genießen sowie Baulücken geschlossen werden.
Hier ist jedoch eher zu vermuten, dass die Stadt Dortmund mit dem Verkauf von vor vielen Jahren billig erworbenem Ackerlandes nun als Bauland, der Städt. Haushalt begünstigt werden soll. Zu Lasten von Natur, Freiraum und Erholungsgebieten und zu Lasten der im Stadtbezirk Brackel schon eh durch Lärm und Staub stark leidenden Bevölkerung.

Freitag, 6. März 2015

Projekt "Nordwärts" der Stadt Dortmund

Liebe Mitstreiter,

die Stadt Dortmund möchte in naher Zukunft das Projekt „Nordwärts“ auf den Weg bringen.

In der ersten Projektbeschreibung ist ebenfalls die OWIIIa erneut ein Thema.

Bisher war das Hauptargument der politischen Befürworter (SPD, CDU und FDP) für den Weiterbau der OWIIIa, eine angebliche Verkehrsentlastung des Hellwegs.

Zur Erinnerung:
Nach den letzten Verkehrszahlen fahren im Schnitt auf dem Hellweg pro Tag zwischen 14.000 und 16.000 Fahrzeuge.

Auf der OWIIIa sollen es bis zu 26.000 Fahrzeuge sein!

Jetzt kristallisiert sich durch das Projekt „Nordwärts“ jedoch heraus, dass eigentlich bevorzugt die ansässigen Unternehmen profitieren sollen! Diese Befürchtung haben wir bereits mehrfach geäußert. Die örtliche Politik verneinte das natürlich.

Doch nun soll neben dem Weiterbau der OWIIIa auch der Bau der Nordspange ganz konkret geplant werden.

Hier ein kleiner Auszug aus der Vorlage der Stadt Dortmund:
Grundsätzlich werden die Förderung der Nahmobilität , die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie die Optimierung des Güterverkehrs angestrebt. [...] Zusätzliche Wirtschaftsflächen an vorhandenen Verkehrsachsen, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, werden entwickelt, damit Dortmunder Unternehmen auch weiterhin Wachstumschancen am bisherigen Standort nutzen können und auswärtigen Firmen ein adäquates Angebot unterbreitet werden kann.

Heißt, dass Unternehmen bessere und kürzere Verkehrswege erhalten sollen. Auch wenn, wie bei der Weiterführung der OWIIIa, dadurch Wohngebiete deutlich verlärmt werden.

Die komplette Vorlage findet ihr hier im Artikel der Ruhrnachrichten:
http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44137-Dortmund~/Zehn-Jahres-Projekt-Nordwaerts-Diese-Ideen-sollen-Dortmunds-Norden-neuen-Schub-geben;art930,2641275

Freitag, 2. Mai 2014

Dortmund und Unna legen die Karten auf den Tisch!

Liebe Mitstreiter/innen,
 
Es ist aktuell bekanntlich Wahlkampf, da kommt natürlich auch das Thema „OWIIIa“ wieder auf.
 
Der Kreis Unna hat eine interessante Meldung veröffentlicht. In dieser Meldung wird das erste Mal die OWIIIa als „Schnellstraße“ bezeichnet. Das hatten SPD und CDU in schöner Regelmäßigkeit abgestritten!

Beide Städte versuchen auch weiterhin das Land NRW davon zu überzeugen, diese Schnellstraße zu bauen.

Zudem soll diese Straße tatsächlich als Autobahnanbindung dienen. Auch diese Tatsache haben SPD und CDU immer wieder abgestritten. Glücklicherweise legen die politischen Befürworter nun die Karten auf den Tisch.

Hier geht es zum Artikel:
http://www.kreis-unna.de/hauptnavigation//newsroom/wirtschaft-wohnen-verkehr/wwv/westtangente.html

Bitte berücksichtigt das bei der nächsten Kommunalwahl am 25.05.14!!