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Sonntag, 16. August 2020

Protestspaziergang zur OWIIIa: „Notfalls klagen wir vor Gericht“!

Über 160 Teilnehmer*innen beim Protestspaziergang gegen die OWIIIa / L 663n in Wickede! 

 

Dortmund, 15.8.2020: Trotz widriger Wetterlage waren über 160 Teilnehmer*innen der Einladung der Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ (BISuF) zu einem Protestspaziergang rund um die Trasse der geplanten OWIIIa / L663n nach Wickede gefolgt. Eine unfassbare Zahl, denn kalkuliert waren lediglich 80 Teilnehmer*innen.

 

Wilhelm Auffahrt begrüßte als Vertreter der Bürgerinitiative neben Vertretern der Natur- und Umweltschutzverbände und Parteien auch etliche von der Planung betroffene Anwohner. Anlass für den Spaziergang war die neu aufgeflammte Diskussion um die Weiterführung der Brackeler Straße, die eine Ratsmehrheit von SPD, CDU und FDP forciert.

 

Los ging es am Fabido-Kindergarten an der Baedekerstraße, der durch eine vier Meter hohe Lärmschutzwand vom Wickeder Ostholz abgeschnitten und damit seiner Funktion als Waldkindergarten beraubt würde.

 

Wilhelm Auffahrt erläuterte anhand von Karten die Trassenführung der OWIIIa mit Anschluss an das Straßennetz in Unna und Kamen. „Die OWIIIa wird als Verbindung zwischen den Logistikzentren in Dortmund und Unna massiv Schwerlastverkehr anziehen und soll – so OB Sierau - die B1 vom Lkw-Verkehr entlasten.“ Die eigentlich beabsichtigte Entlastung des Hellwegs wäre hingegen kaum spürbar. Im Gegenteil: Etliche Straßen wie die Wickeder Straße und die Wohnstraße Küsterkamp würden als Zubringer deutlich mehr belastet.

 

Weiter ging es zum Ponyhof Möllmann an der Straße „Pleckenbrink“, dessen Existenz durch die OWIIIa bedroht wäre. Am Pleckenbrinksee, der nördlich der Trasse liegt, erläuterten NABU-Vorsitzender Dr. Kristof Hennies und Volker Heimel die indirekten Auswirkungen der Straße. „Eine ökologische Katastrophe! Eine der größten Freiräume Dortmunds mit alten Bäumen und Hecken würde zerschnitten.“ Dies führe zur Verinselung von Tierpopulationen, die dann nicht mehr überlebensfähig seien.

 

Im Wickeder Ostholz, dessen südlich angrenzendes Feuchtgebiet direkt auf der Trasse liegt, kündigte BUND-Sprecher Thomas Quittek weiteren Widerstand an: „Notfalls werden wir klagen. Hierzu haben wir vorsorglich einen Klagefonds eingerichtet.“

 

Schlusspunkt war das Grundstück der Familie Mittermüller an der Baedekerstraße. Vater und Sohn sprachen den Anwohnern aus der Seele: „Die Straße mindert unsere Lebensqualität durch Lärm und Abgase und versperrt uns und anderen Erholungsuchenden und Freizeitsportlern den Zugang zum Erholungsgebiet. Vom massiven Wertverlust unserer Grundstücke und Häuser ganz zu Schweigen.“

 

Anwesende Vertreter der GRÜNEN und LINKEN aus Dortmund, Unna und Kamen bekräftigten, weiter gegen das Projekt zu kämpfen. Wegen Gewitter musste der Spaziergang verkürzt werden. Die Bürgerinitiative bedankte sich bei den Anwesenden. BISuF kündigte weitere Aktionen wie eine Planungswerkstatt zum Thema „Hellweg-Entlastung OHNE OWIIIa“ an.


Zudem waren sehr viele betroffene Anlieger dabei, die wir bisher noch nicht gesprochen hatten. Wir würden gerne in der nahen Zukunft eine kleine Gesprächsrunde mit betroffenen Anwohner durchführen. Wir würden betroffene Anwohner und Bürger daher bitten, sich telefonisch oder per Mail an uns zu wenden.


Die Bürgerinitiative möchte sich noch einmal bei allen Teilnehmer*innen bedanken. Es waren nicht nur interessante sowie intensive Gespräche, sondern auch unglaublich viele positive Rückmeldungen dabei. Das gibt der BISuF viel Kraft für die Zukunft.


Bei Rückfragen zur dieser Veranstaltung steht Wilhelm Auffahrt (Tel. 0172 2770595) zur Verfügung.


Bilder, Impressionen und kleine Mitschnitte der Beiträge können nachfolgend eingesehen werden:


















































Samstag, 16. Mai 2020

Weiterbau der OWIIIa: Weiterhin ein klares NEIN gegen diesen Irrsinn

Liebe Mitstreiter/innen,
 
erst einmal hoffen wir das es euch allen in diesen schwierigen Zeiten gut geht. Leider wird die OWIIIa erneut Thema im kommunalen Wahlkampf 2020.
 
Die Stadt Dortmund hat diese Woche eine Pressemitteilung veröffentlicht, wonach das Land NRW die Planungskosten für den Weiterbau der von den Naturschutzverbänden, den Naturschutzbeirat und der Bürgerinitiative „Schützt unseren Freiraum“ seit 30 Jahren bekämpften L 663n (OWIIIa) von Asseln nach Unna übernimmt: www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht.jsp?nid=630093
 
Naturschutzverbände reagierten schockiert, titelten "Ökologisch und ökonomisch fatal und anachronistisch“: https://www.bund-dortmund.de/service/meldungen/detail/news/naturschutzverbaende-gegen-weiterbau-der-owiiia-l663n-von-asseln-nach-unna/
 
Neben den starken ökologischen Gründen, die in Zeiten von mehr Klimaschutz klar gegen diesen irrsinnigen Weiterbau sprechen, müssen wir uns als Bürger zudem gegen eine weitere Zerstörung unserer wertvollen Freiräume stellen! Gerade in Wickede und Asseln würde uns ein großes Stück Lebensqualität genommen werden.
 
Auch das Märchen einer Entlastung wurde in den letzte Jahren bereits mehrfach widerlegt: 
 
Die OWIIIa, welche laut Politik als Anbindung zur A1 dienen soll, wird insbesondere die Schwerlastverkehre ganz massiv in unsere Ortschaften ziehen. Das sich die Befürworter darum nicht scheren ist skandalös, gerade weil mittlerweile Konzerne wie IKEA oder Amazon und andere Spediteure auf dem ehemaligen Höschgelände eine Heimat gefunden haben.
 
IKEA oder auch Amazon waren vor 15 Jahren, als die Gutachten zum Weiterbau erstellt wurden, noch gar kein Thema. Aber selbst ohne diese Konzerne sollen bis zu 26.000 Fahrzeuge auf dem Teilabschnitt der OWIIIa Asseln <-> Wickede fahren. 
Der LKW-Verkehr wird in der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur OWIIIA ebenfalls erwähnt. Zitat aus der UVP: „Die prognostizierten LKW-Anteile liegen tags bei 4,8% und nachts bei 6,6%. (...) Berücksichtigt ist eine Entwurfsgeschwindigkeit von V = 90 km/h.“
Und das ohne IKEA oder Amazon.
 
Wir als Bürgerinitiative werden uns natürlich auch weiterhin deutlich gegen einen komplett unsinnigen Weiterbau der OWIIIa aussprechen und hierbei massiven Widerstand leisten.
 
 
Viele Grüße und bleibt gesund!

Euer Team der BISUF

Sonntag, 27. Januar 2019

OWIIIA: Befürworter lassen nicht locker

Liebe Mitstreiter/innen,

aktuell erleben wir erneut ein Geplänkel in den örtlichen Printmedien zum Thema OWIIIa, um das Thema nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Auf die Berichte - aktuell der CDU – gibt es auch wieder einige Reaktion!

Zum einen von der Fraktion DIE LINKE & PIRATEN:

Auch die GRÜNEN haben eine Pressemeldung versendet:

Hier wird recht klar und deutlich kommuniziert, was z.B. auch die BISUF bereits seit vielen Jahren immer wieder vermutet hat, dass dieser Weiterbau lediglich der Industrie nützen soll.
Die Verkehrszahlen der Stadt Dortmund sprechen eine eindeutige Sprache: Der Verkehr nimmt ab!

Zudem sollte es ein Ansinnen unserer lokalen Politiker sein, Lkw-Verkehre vorzugsweise nicht an Wohngebieten entlang zu führen.

Und beide Fraktionen sind sich einig: Der Weiterbau ist kein Stück näher gerückt!
Nach unseren Informationen gibt es im FB 61 derzeit keine entsprechenden Arbeitsaufträge, verfügbares Personal und Geld, um hier wieder aktiv in Sachen Ausbauplanungen zu werden. Trotzdem scheinen die Befürworter hinter den Kulissen neue Anläufe nehmen zu wollen.

Auch die GRÜNEN verweisen darauf, dass der neue Landschaftsplan der Stadt Dortmund das Gebiet zwischen Kurl, Brackel, Asseln und Wickede gerade als besonders erhaltenswert bezeichne, weil es ein unzerschnittener verkehrsarmer Raum ist und das lokale Klima schützt.
Die GRÜNEN Politikerin Frau Plieth sagte: "Der Weiterbau der Brackeler Straße erscheint in diesem Zusammenhang als absurd. Vor allem, weil die Fortsetzung der ,OWIIIa' nicht mal ihr eigentliches Ziel, den Hellweg zu entlasten, erreichen wird. Stattdessen wird sie möglicherwiese noch mehr Autos nach Asseln und Wickede bringen – vor allem nach dem Weiterbau in Richtung Unna. Bei Stau auf der A2 oder B1 wird diese Strecke als Umleitung genutzt werden.“

Zitat aus der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP): "Die prognostizierten LKW-Anteile liegen tags bei 4,8% und nachts bei 6,6%. (...) Berücksichtigt ist eine Entwurfsgeschwindigkeit von V = 90 km/h.“

Kowalewski (Fraktion DIE LINKE & PIRATEN) sagte dazu: „Diese CDU-Zielsetzung ist nun zumindest ehrlich benannt, auch wenn sie dem verkehrspolitischen Mittelalter zuzurechnen ist. (...) Lkw-Verkehre gehören eben nicht vorzugsweise an Wohngebieten entlang geführt, so wie die OWIIIa-Planung das will, sondern diese Verkehre gehören auf den Autobahnring. Oder noch besser leitet man solche Verkehre gar nicht auf die Straße, sondern auf die Schiene mit Hilfe der von den Stadtwerken eigens betriebenen Containerterminals. Dass die Ziel- und Quellverkehre für den Wickeder Ortskern plötzlich im Norden Wickedes stehen bleiben würden und nicht zu ihren Bestimmungsorten durchfahren, ist auch ein absurder Gedanke der OWIIIa-Pläne. Insofern ist eine ernsthafte Hellweg-Entlastung ohnehin eine Fata Morgana. Das zeigt auch die Aufforderung der CDU an das Land NRW.“

Von der Zerstörung der Freiräume nördlich von Asseln und Wickede als Naherholungs- Freizeit- und Sportgebiet möchten wir erst gar nicht anfangem. Auch Rad- Wander- und Reitwegen wären für immer weg. Dafür bekämen wir kostenlos eine Vergiftung der Anwohner und der Natur durch die schädlichen Emissionen einer Straße durch z.B. Feinstäube, Blei, Cadmium, Stickoxyde etc.

Wir als Bürgerinitiative werden uns weiterhin deutlich gegen einen Weiterbau der OWIIIa aussprechen und hierbei massiven Widerstand leisten.


Viele Grüße

Euer Team der BISUF

Samstag, 13. Januar 2018

Artikel zum Weiterbau der OWIIIa

Liebe Mitstreiter/innen, 
 
auch im Jahr 2018 lässt uns das Thema „Weiterbau der OWIIIa“ nicht los. Wie ein sehr tendenziöser Artikel der Ruhrnachrichten erneut gezeigt hat,  werden weiterhin Fakten verdreht und Märchen zur vermuteten Entlastung des Asselner und Wickeder Hellweges durch eine verlängerte OWIIIa in Richtung Unna erzählt. 

Es ist natürlich richtig, dass es zu den Hauptverkehrszeiten auf dem Hellweg und in den Nebenstraßen zu starkem Verkehrsaufkommen kommt. Immerhin muss ein Großteil der rund 24.000 Menschen aus Asseln und Wickede zur Arbeit/Schule etc. und wieder zurück. Durch das jahrelange Versagen der örtlichen Politik sind Entlastungen, welche auch ohne eine Schnellstrasse auskommen würden, unterlassen worden. Z.B. Bauliche Veränderungen für Linksabbieger, die aktuell überall den durchgehenden Verkehr ausbremsen. 

Man muss sich doch nur einmal die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) ansehen, die uns 2013 überreicht wurde. Dort wurde empfohlen die gesamte Strecke 4-spurig auszubauen. Immerhin soll die OWIIIa in Asseln bzw. Wickede bis zu 26.000 Fahrzeuge aufnehmen. Alleine an der Wickeder Str. werden täglich ca. 6000 Kfz in Richtung Wickede sowie Husen abfließen. Die betreffenden Straßen und ihre Anwohner hätten also erheblich mehr Fahrzeuge aufzunehmen und zu ertragen. 

Zum Vergleich: Bei der letzten Verkehrszählung durch die Stadt Dortmund wurden auf dem Hellweg in Asseln und Wickede rund 14.000 Fahrzeuge gezählt, davon über 80% Quellverkehr, der die OWIIIA gar nicht nutzen würde. Mit der OWIIIa hätten wir also eine Zuwachs von über 20.000 Fahrzeugen, täglich! 

Noch viel interessanter ist der Schwerlastverkehr, der im Jahr 2012/2013 angesprochen wurde. Zitat aus der UVP: 
"Die prognostizierten LKW-Anteile liegen tags bei 4,8% und nachts bei 6,6%. (...) Berücksichtigt ist eine Entwurfsgeschwindigkeit von V = 90 km/h.“ 
Dazu gekommen ist seit 2017 auch noch eines der größten Lager der Firma Amazon an der Westfalenhütte. Dadurch wird der LKW-Verkehr nochweiter steigen. Eine ausgebaute Brackeler Straße in Richtung Unna mit Anschluß an die A1 bei Kamen (Ikea) würde auch für deutlich mehr (Schwerlast-)Verkehr führen, der nicht nur zusätzlich unsere östlichen Ortsteile mit Lärm und Staub belasten, sondern auch den größten noch vorhandenen ruhigen Freiraum in Dortmund zerschneiden würde. 

Das diese Schnellstraße direkt neben der aktuellen Wohnbebauung verlaufen soll kümmert die örtliche Politik genauso wenig wie der Naturschutz oder das vorgeschriebene Vermeiden von Lärm in ruhigen Gebieten. 

Wir als Bürgerinitiative werden uns weiterhin deutlich gegen einen Weiterbau der OWIIIa aussprechen und hierbei massiven Widerstand leisten.

Viele Grüße

Euer Team der BISUF

Montag, 3. Oktober 2016

Auch die SPD stellt klar: OWIIIa-Weiterbau entlastet den Hellweg kaum

Als Bürgerinitiative gegen einen Weiterbau der OWIIIA begrüßen wir die Äußerungen von Ludger Wilde, Planungsdezernent der Stadt Dortmund, bezüglich des Weiterbaus auf einer Info-Veranstaltung der SPD zur Neuplanung des Brackeler Hellwegs. Herr Wilde erklärte, dass der Weiterbau der OWIIIa völlig offen sei und dieser den Brackeler Hellweg kaum entlasten würde!

Die Partei "Die Linke" hat sich bereits wie folgt dazu geäußert:
"Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet auf einer Veranstaltung der SPD, die erst im April den eigentlich überflüssigen Weiterbau der OWIIIa als eines ihrer wichtigsten Stadtbezirksziele definierte, diese Feststellung gemacht wird. Die Ortskerne Brackel und Asseln werden durch diesen Straßenneubau tatsächlich nicht entlastet. Dafür werden aber die Randgebiete sowie Husen massiv mit zusätzlichem Verkehrslärm konfrontiert, da der Weiterbau nachweislich zusätzlichen Verkehr anlocken wird. Direkt am Meylant-Viertel und sogar am gerade erst von SPD & CDU trotz Kritik der Naturschutzverbände beschlossenen Neubaugebiet Wickede-West würde die autobahnähnliche Betontrasse die Anwohner belasten. Eine Alternative wäre stattdessen ein Lkw-Durchfahrtsverbot für den Asselner und Wickeder Hellweg, der die Brummis auf die Dortmunder Autobahnringe zwingen würde.", erklärt Ratsmitglied Carsten Klink für die Linke-Bezirksgruppe-Ost.

Freitag, 6. März 2015

Projekt "Nordwärts" der Stadt Dortmund

Liebe Mitstreiter,

die Stadt Dortmund möchte in naher Zukunft das Projekt „Nordwärts“ auf den Weg bringen.

In der ersten Projektbeschreibung ist ebenfalls die OWIIIa erneut ein Thema.

Bisher war das Hauptargument der politischen Befürworter (SPD, CDU und FDP) für den Weiterbau der OWIIIa, eine angebliche Verkehrsentlastung des Hellwegs.

Zur Erinnerung:
Nach den letzten Verkehrszahlen fahren im Schnitt auf dem Hellweg pro Tag zwischen 14.000 und 16.000 Fahrzeuge.

Auf der OWIIIa sollen es bis zu 26.000 Fahrzeuge sein!

Jetzt kristallisiert sich durch das Projekt „Nordwärts“ jedoch heraus, dass eigentlich bevorzugt die ansässigen Unternehmen profitieren sollen! Diese Befürchtung haben wir bereits mehrfach geäußert. Die örtliche Politik verneinte das natürlich.

Doch nun soll neben dem Weiterbau der OWIIIa auch der Bau der Nordspange ganz konkret geplant werden.

Hier ein kleiner Auszug aus der Vorlage der Stadt Dortmund:
Grundsätzlich werden die Förderung der Nahmobilität , die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie die Optimierung des Güterverkehrs angestrebt. [...] Zusätzliche Wirtschaftsflächen an vorhandenen Verkehrsachsen, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, werden entwickelt, damit Dortmunder Unternehmen auch weiterhin Wachstumschancen am bisherigen Standort nutzen können und auswärtigen Firmen ein adäquates Angebot unterbreitet werden kann.

Heißt, dass Unternehmen bessere und kürzere Verkehrswege erhalten sollen. Auch wenn, wie bei der Weiterführung der OWIIIa, dadurch Wohngebiete deutlich verlärmt werden.

Die komplette Vorlage findet ihr hier im Artikel der Ruhrnachrichten:
http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44137-Dortmund~/Zehn-Jahres-Projekt-Nordwaerts-Diese-Ideen-sollen-Dortmunds-Norden-neuen-Schub-geben;art930,2641275

Montag, 12. August 2013

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur OWIIIA liegt jetzt vor!

Liebe Mitstreiter/innen,
nach langem Warten wurde der Stadt Dortmund sowie der Bürgerinitiative BISuF die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur OWIIIA übergeben.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung bildet die Basis für weitere Planungsschritte, sofern diese jemals durchgeführt werden.

Die ersten Ergebnisse unserer Analyse möchten wir euch heute miteilen. Auch die Umweltverbände prüfen aktuell die dort hinterlegten Aussagen.

Zur UVP:
Wie wir bereits vor längerer Zeit vermutet haben, soll die OWIIIA zumindest bis zur Wickeder Str. 4-spurig(!!) gebaut werden. Das ist jetzt Fakt, da können uns die Politiker erzählen was sie wollen....
Auch die bereits geplanten Kreisverkehre sind so konstruiert, dass man relativ leicht
die gesamte Strecke 4-spurig ausbauen könnte.

Auszug aus der UVP:
„Eine Ausnahme hiervon bildet der Abschnitt von der Asselburgstraße (L 556) bis zur K 18, der Verkehre von über 26.000 Kfz/24h aufnehmen muss. Hier ist aufgrund der höheren Verkehrsbelastung ein 4-streifiger Querschnitt erforderlich (RQ 21).“

Dadurch werden Ortschaften wie z.B. Asseln, die ja eigentlich eine deutliche Entlastung erhalten sollten, kaum angebunden! Lediglich die Asselburgstr. und Wickeder Str. sollen eine Zufahrt zur 4-spurigen OWIIIA erhalten.

Wie sollen Ortschaften von der OWIIIA profitieren, wenn man die nicht vollständig und ausreichend anbinden möchte? Bei einer 4-spurigen Schnellstrasse ist das auch nicht wirklich machbar. Die Eschenwaldstr. und Bienenstr. sollen definitiv nicht angebunden werden, dadurch wird sich der Schleichverkehr im Bereich Küsterkamp und Grüningsweg wohl kaum verringern lassen.

Interessant ist in der UVP die Aussage, dass an der Wickeder Str. täglich ca. 6000 Kfz in Richtung Wickede sowie Husen abfließen soll.

Natürlich wird auch der LKW-Verkehr bezüglich OWIIIA erwähnt. Zitat aus der UVP:
„Die prognostizierten LKW-Anteile liegen tags bei 4,8% und nachts bei 6,6%. (...) Berücksichtigt ist eine Entwurfsgeschwindigkeit von V = 90 km/h.“

Damit lässt sich endlich(!) eindeutig belegen, das hohe Geschwindigkeiten inkl. starker Lautstärke gefahren werden dürfen. Auch die Linienführung bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen. Die UVP favorisiert eine Variante, die direkt an die dortigen Wohngebiete vorbei führt!

Zitat aus der UVP:
“Durch die enge Führung entlang des nördlichen Siedlungsrandes von Wickede können zum südlichen Rand des Naturschutzgebietes Wickeder Ostholz Distanzen von 30 bis 120 m eingehalten werden.“
Wie sollen da die Natur- und Lärmschutzbelange eingehalten werden? Zumal an anderer Stelle des Gutachtens aktuell und schon lange gültige Europäische Gesetze und Normen für den Lärmschutz noch keine Berücksichtigung finden. Die mittlerweile auch hier gültigen Gesetze - insbesondere auch zum Schutz ruhiger Zonen - blieben im Gutachten gänzlich unberücksichtigt.

In der UVP ist explizit vermerkt, dass von der Wickeder Str. „bis zur Dortmunder Straße (L 663) ca. 19.000 Kfz/24h“ zu erwaten sind! Was das an Lärm bedeutet, kann sich wohl jeder vorstellen. Selbst auf dem Hellweg ist der Verkehr nicht so stark, wie für die OWIIIA prognostiziert.

Zum Thema Lärmschutz gibt es natürlich auch einen interessanten Hinweis, Zitat aus der UVP: „Die vorhandene Wohnbebauung wird in diesem Bereich zwischen Bau-km 3+005 und L 663 durch Lärmschutzwälle gegenüber den Lärmimmissionen der Neubaustrecke geschützt“

Wickede und Husen werden durch eine 3 bis 4 Meter hohe Mauer (Lärmschutzwand) getrennt. Was das für unsere gesamte Wohnqualität in Wickede bedeutet sollte uns allen sehr klar sein. Auch Grundstücke und Eigenheime, die direkt oder unmittelbar an der OWIIIA liegen, werden deutlich an Wert verlieren!

Insgesamt bedeutet diese Linienführung insbesondere:
1. Neue West-Ost Autobahn mit überwiegend Schwerlastverkehr
2. Zerstörung der Erholungsräume für Freizeitsportler, Wanderer, Reiter etc.
3. Zerstörung von Landwirtschaftlichen Nutzflächen
4. Extrem starke Belastungen für Anwohner durch Lärm, Feinstäube, Arsen und andere Umweltgifte.
5. Erhebliche Eingriffe in die Natur und deren teilweise Zerstörung, Vernichtung der Lebensqualität

Leider werden aus unserer Sicht auch wichtige Tatsachen einfach unterschlagen! Beim Thema Verkehrsentwicklung nimmt dieses Gutachten die Verkehrszählung aus dem Jahr 2008, nicht aus 2009. Die letzte große Zählung aus dem Jahr 2009 kommt zu ganz anderen Prognosen, als die in der UVP aufgeführte Zählung.

Interessant ist zudem, dass die UVP zum Ergebnis kommt, die OWIIIa würde bei Fertigstellung insgesamt (je nach Streckenabschnitt) 24.000 bis ca. 26.000 Kfz/24h aufnehmen können. Damit sind die Aussagen einiger lokaler Politiker, dass die OWIIIA lediglich 18.000 Kfz/24h aufnehmen werde, auch entlarvt. Die Lärmbelastung wird enorm sein, diese Tatsache ist jetzt nicht mehr zu widerlegen.

Das Thema Umwelt und Natur scheint ebenfalls nicht immer aktuell zu sein, jedenfalls sind viele Aussagen veraltet und werden aktuell von den Umweltverbänden intensiv geprüft.

Wir bleiben dran und informieren euch auch weiterhin.

Viele Grüße


Das Team der BISuF

Montag, 15. Oktober 2012

NRW-Regierung wird Planungen zum OWIIIa-Ausbau in Unna nicht fortsetzen

Die Bürgerinitiative BISuF (Schützt unseren Freiraum) begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, die Planungen für eine Ortsumgehungen Unna (Westtangente) sowie Unna/Massen (Nordumgehung) nicht weiter zu verfolgen. Kommunale Politiker von SPD und CDU hatten versucht, diese Entscheidung im NRW-Verkehrsministerium in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Zwar bleiben die Anwohner in Unna und Kamen zunächst auf unabsehbare Zeit vor einer Zunahme durch Lärm und Abgase verschont. Gleichzeitig ist nun aber zu befürchten, dass die berühmte "Salami-Taktik" - wie auch bereits beim Dortmund Flughafen angewandt - die Folge sein wird:

- Die OWIIIa wird auf Dortmunder Gebiet im 3. Bauabschnitt 4-spurig bis zur Stadtgrenze Dortmund mit Anbindung an die Gudrunstr. geplant. Dies würde für die dortigen Anwohner eine erhebliche und massive Belastung bringen. 
- Alternativ könnte die OWIIIa auch (zunächst) an der Wickeder Str. enden.

Beide Varianten sind absolut inakzeptabel und nicht hinnehmbar.

Eine 4spurige OWIIIa (wie von der SPD gefordert) bis zur Wickeder Str. würde die Ortskerne Wickede sowie Husen durch den abfließenden Verkehr extrem belasten. Gleichzeitig wäre eine Entlastung für Asseln, wie von den politischen Befürwortern regelmäßig kommuniziert, faktisch nicht vorhanden, denn bei einem 4spurigen Ausbau ist die Anbindung an die dortigen querenden Straßen fast nicht möglich. Schwerlastverkehr würde den Ortskern von Wickede zusätzlich belasten, weil sie die südlichen Gewerbegebiete anfahren wollen.

BISuF fürchtet, auch nach den jüngsten Äußerungen der Wirtschaftsförderung, dass im Zusammenhang mit der Entwicklung der Logistik-Fläche auf der ehemaligen Westfalenhütte und dem Bau der KV- Anlage sowie der Nordspange zum Hafen die OWIIIa in Wahrheit eine neue West-Ost Schwerlast Schnellverkehrsverbindung werden soll.

Die als Ortsumgehung deklarierte Schnellstraße würde im Falle einer Realisierung auf Dortmunder Stadtgebiet (3. Bauabschnitt) den letzten großen zusammenhängenden Freiraum in Dortmund für immer zerstören. Dadurch würde nicht nur die Lebensqualität in Dortmund erheblich sinken, sondern die Zerschneiden und Verlärmung der Naturschutz- und Naherholungsgebiete am Wickeder Ostholz mit seiner wertvollen Fauna und Flora die Folge sein. Die dortigen Anwohner würden einer massiven Lärm- und Abgasbelastung ausgesetzt werden.

Die entscheidenden Argumente werden schlichtweg unterschlagen. Seit 2000 ist der Verkehr in den betroffenen Stadtteilen teilweise erheblich zurückgegangen. In Asseln und Wickede allein um ca. 21,7%. (Verkehrszählung der Stadt Dortmund von 2009). Ebenfalls hat die letzte Zählung (Anfang 2012) in Husen / Kurl klar aufgezeigt, dass allein auf der Kurler Straße eine Verkehrszunahme durch die Bahn-Untertunnelung in Kurl feststellbar ist. Gerade die innerörtlichen Verkehre (z.B. Flemerskamp) haben abgenommen.

Wir fordern die seit Monaten überfällige und nur Insidern schon bekannte Umweltverträglichkeitsprüfung endlich zu veröffentlichen. Die vermutlich kritische Aussage zum Ausbau der OWIIIa hat man offenbar wegen der Kommunal-Wahl-Wiederholung zurückgehalten und entsprechende Anfragen der OWIIIa-Kritiker seit Februar nicht beantwortet. 

BISuf tritt dafür ein, die vorhandene Straßen-Infrastruktur (Hellweg, Flughafenumgehung) auf den innerörtlichen Ziel- und Quellverkehr hin zu optimieren und insbesondere den Schwerlastverkehr durch verkehrslenkende Maßnahmen vom Hellweg zu verbannen. So können die Ortskerne von Asseln und Wickede zeitnah, kostenschonend und dazu noch freiraumschützend vom vermeidbaren Durchgangsverkehr entlastet werden. Um das von OB Ullrich Sierau für die Stadt Dortmund angestrebte Ziel, Klimahauptstadt zu werden, zu erreichen, sollte die städtische Planungsverwaltung die Bedenken des hauseigenen Umweltamtes in Sachen Freirum- und Lärmschutz bei die Verkehrsplanungen für den Dortmunder Osten berücksichtigen.   

Sonntag, 12. August 2012

Einladung zur OWIIIA Info-Veranstaltung

Liebe Mitstreiter/innen,

die Sommerpause ist vorbei und die Bürgerinitiativen "BISuF" und "Gemeinsam für Brackel" sowie die Umweltverbände BUND und NABU laden euch am 21.08.2012 zu einer OWIIIa Info-Veranstaltung ein.

Info-Veranstaltung:
Datum: 21.08.2012
Ort: Asselner Lokal „Schnitzel & Schampus“, Asselner Hellweg 95
Zeit: 19.00 Uhr

Wilhelm Auffahrt (Sprecher der Bürgerinitiative "Gemeinsam für Brackel") wird speziell auf die Problematik der Nordspange / Hafen eingehen, die zusätzlichen Schwerlastverkehr über die OWIIIa bringen würde. Dieser Schwerlastverkehr würde speziell Asseln und Wickede betreffen.

Thomas Quittek (Sprecher BUND-Kreisgruppe Dortmund ) und Dr. Erich Kretzschmar (1. Vorsitzender NABU Dortmund) beschreiben anhand vorliegender Gutachten die Bedeutung des Naturraums nördlich Asseln und Wickede für den Naturschutz und die Naherholung. Insbesondere gehen auf die Naturschutzgebiete Wickeder Ostholz und Pleckenbrinksee sowie das geplante NSG Wickeder Holz ein. Die L 663n (OWIIIa) würde diesen Raum zerschneiden und damit erheblich für die Tier- und Pflanzenwelt und den Erholungsuchenden entwerten.

Wir hoffen auf zahlreiche Teilnehmer.

Dienstag, 29. Mai 2012

Info-Veranstaltung der Verwaltung erneut abgesagt!

Liebe Mitstreiter/innen,

die Verwaltung und der Dortmunder Oberbürgermeister haben leider den angekündigten Termin zur Info-Veranstaltung zum Thema "OWIIIa" am 04.06.2012 abgesagt! Und das schon zum zweiten Mal - Anfang des Jahres wurde eine geplante Info-Veranstaltung der Bezirksvertretung bereits abgesagt.

Hier die schriftliche Begründung der Verwaltung / Politik:
Stadt Dortmund
Der Oberbürgermeister
Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates


Sehr geehrte Damen und Herren, 

bestimmt konnten Sie schon einigen Presseberichten entnehmen, dass Dortmund derzeit "Rat-los" ist. 
Zudem sind auch alle Bezirksvertretungen (außer Brackel) nicht mehr aktiv und müssen gemeinsam mit dem Rat am 26.08 erneut gewählt werden. 
Dem zur Folge gibt es in Dortmund im Moment (mit Ausnahme der Bezirksvertretung Brackel) keine demokratisch gewählten Entscheidungsträger. 
Die für den 04.06.2012 geplante Veranstaltung  wurde mit dem Ziel geplant alle Interessierten -Politik, Bürger, Bürgerinnen und Bürgerinitiativen über den Stand des Verfahrens 
"Weiterbau OWIIIa" zu informieren. 
Im Hinblick auf den bevorstehenden politischen Wahlkampf möchten wir vermeiden, dass die von den BürgerInnen gewünschte Informationsveranstaltung zur Wahlkampfveranstaltung wird 
und eine sachliche Information für die interessierten Teilnehmer/innen möglicherweise erschwert wird. 
In Abstimmung mit dem Stadtplanungs-und Bauordnungsamt, Herrn Stadtrat Lürwer und Herrn Oberbürgermeister Sierau haben wir uns dazu entschieden die Informationsveranstaltung auf einen Zeitpunkt nach der Kommunalwahl zu verschieben. 
Ich hoffe, dass die Entscheidung für Sie nachvollziehbar ist. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten und Ihnen zeitnah die neue Terminplanung mitteilen.     

Haben Sie Dank für ihr Verständnis. 

Ich wünsche allen ein schönes Pfingstfest und verbleibe 
mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Michaela Bonan
Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates
Ombudsfrau für Bürgerinitiativen 
GF Konsultationskreis Energieeffizienz und Klimaschutz 
GF Lenkungskreis Elektromobilität
Südwall 2-4
44122 Dortmund



Als Bürger dieser Region kann (oder muss) man ob dieser Argumentation ein wenig irritiert wirken. WANN wäre denn der beste Moment, dieses Thema zu behandeln und von der Stadt die "dort bekannten Karten" auf den Tisch zu legen? Hat der Bürger nicht das Recht, VOR der Wahl alles zu wissen, was seine Wahlentscheidung beeinflussen könnte?

Denn im Gegensatz zur "Spitzenkandidatenfrage" bei der NRW-Wahl geht es bei der anstehenden Ratswahl (auch im Stadtbezirk Brackel) hier vor Ort um ein ganz spezielles kommunales Thema. Und da musste ja schon der Oberbürgermeister zugeben, dass eine OWIIIa mit ca. 26.000 Autos/Tag als 4-spurige (Autobahn-)Straße mindestens bis zur Wickeder Straße geführt wird. Und auch die Verknüpfung im Westen an die "Nordspange" über die Westfalenhütte spielt hier eine aus Sicht der Stadtplanung überregionale und den Verkehr bzw. den Straßenausbau betreffend entscheidende Rolle. 

Offensichtlich fürchten Verwaltung und wichtige Politiker, dies den Bürgern im Wahlkampf bzw. am Wahlkampfstand auch zu sagen, dass sie für eine Autobahn in unserem letzten großen Freiraum eintreten und die Bedürfnisse der dortigen Anwohner keine Rolle spielen.

Wir werden uns natürlich zeitnah beraten, ob die Bürgerinitiativen selber eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen können.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Zusammenfassung der Ortsbegehung mit Herrn Sierau

Liebe Mitstreiter/innen,

gestern, am 08.05.12, um 14:30 Uhr fand die angekündigte Ortsbegehung mit unserem Oberbürgermeister Sierau statt. Da nicht alle von euch anwesend sein konnten, möchten wir euch kurz eine Zusammenfassung geben.

Herr Sierau sagte ganz klar, dass der Bau der OWIIIa politisch beschlossen sei, jedoch noch einige Hürden zu nehmen sind. Natürlich könnte die politische Meinung noch geändert werden, allerdings sei das doch unwahrscheinlich.

Besonders interessant waren die Ausführungen wie die OWIIIa nun aus Sicht der Verwaltung und SPD gebaut werden müsste. Bis zur Wickeder Str. auf jeden Fall 4spurig! Denn bis dahin rechne man auf jeden Fall mit mindesten 24.000 Verkehrsteilnehmern. Das ist jetzt mal ein ganz klare Aussage, die nicht mehr zu korrigieren ist. Zwischen Wickeder Str. und Dortmunder Str. rechne man mit mindesten 18.000 Fahrzeugen (obwohl die SPD Husen-Kurl mit 26.000 rechnet), ob man dann dort tatsächlich 2spurig bleiben kann ist somit weiter fraglich und konnte nicht zu 100% beantwortet werden. In jedem Fall wird der aktuelle Freiraum für immer zerstört und unsere Wohngebiete massiv verlärmt.

Auffällig ist natürlich, dass das prognostizierte Verkehrsaufkommen "plötzlich" nach unten korrigiert wurde. Von 26.000 PKW/LKW pro Tag auf 24.000 bzw. 18.000 Fahrzeuge täglich. Es wurde zudem eine zweite Strecken-Variante präsentiert: Die OWIIIa könnte auch direkt neben dem Pleckenbrinksee vorbei führen.

Laut Herrn Sierau wurde die Weiterführung der OWIIIa über Jahre ganz intensiv von Politikern aus SPD, CDU und FDP gefordert (leider auch in Dortmund die politische Mehrheit). Zwar wird die OWIIIa vom Landtag NRW geplant, allerdings sind die Beschlüsse in der Bezirksvertretung Brackel und im Dortmunder Rat (von SPD, CDU und FDP) getroffen worden.

Es wurde (aus unserer Sicht) zwar versucht uns den Eindruck zu vermitteln, dass die Politik sich bereits einige wäre, jedoch lassen wir uns davon nicht ablenken. Wir werden weiterhin aufklären und versuchen unsere Argumente einzubringen. Auch der Oberbürgermeister musste zugeben, dass die Möglichkeit einer Klage gegeben und alles andere als aussichtslos ist. Gerade die Umweltverbände haben in der Vergangenheit mehrmals angekündigt gegen den Weiterbau rechtlich vorzugehen, sollte es kein Umdenken geben. Wir werden sie dabei selbstverständlich unterstützen.

Lasst euch nicht verunsichern, wir werden weiter für unsere gemeinsame Sache kämpfen! Unseren Lebensraum und Wohnqualität lassen wir uns nicht so einfach nehmen.

Denkt auch bitte daran am 13.05 zur Wahl zu gehen. Wir können mit unserer Stimme dazu beitragen, dass es bei einigen Politikern doch noch ein Umdenken geben könnte. Wenn Ihr noch wissen möchtet welche Partei "wie" zur OWIIIa steht, könnt Ihr hier unseren Faktencheck zur Landtagswahl aufrufen und speichern: http://bisuf.de.vu/Flyer-Fakten.pdf

Der nächste öffentliche Termin:
Am 04.06.2012 um 18:30 Uhr findet im ev. Gemeindehaus Asseln eine Info-Veranstaltung / Diskussion unter neutraler Moderation statt. Dort werden neben Mitarbeiter der Stadt-Verwaltung auch Herr Sierau anwesend sein.
Bitte haltet euch diesen Termin frei! Auf dieser Veranstaltung können wir alle noch einmal ganz offen über die Weiterführung der OWIIIa sprechen und unseren Oberbürgermeister auf die Probleme aufmerksam machen!


Viele Grüße

Eurer Team der BISuF - wir geben nicht auf!

Sonntag, 29. April 2012

OB Sierau kommt!

Liebe Mitstreiter/innen,

Unser Oberbürgermeister Herr Sierau wird am 8. Mai um 14.30 Uhr am Reiter Hof an der Eichwaldstr. den angekündigten Ortstermin vornehmen!
Wir bitte jeden, der es irgendwie einrichten kann, daran teilzunehmen. Dadurch erhalten wir alle die einmalige Chance unsere Ängste und Bedenken Herrn Sierau vorzutragen.

Außerdem ist für den 4.6. um 18.30 Uhr  im ev. Gemeindehaus Asseln eine Info-Veranstaltung / Diskussion unter neutraler Moderation geplant. Einladungen und Öffentliche Bekanntmachung sollen kurzfristig erscheinen. Genauere Informationen liegen noch nicht vor. Aber auch hier: Bitte den Termin vormerken.

Weitere Informationen:
Vielleicht habt ihr es bereits mitbekommen. SPD, CDU und FDP haben ein Entlastungskonzept für den Hellweg, welches ohne OWIIIA auskommen sollte, abgelehnt!!

Einen entsprechenden Artikel findet ihr auf unserer Webseite: http://bisuf.blogspot.de/2012/04/spd-cdu-fdp-lehnen-entlastungskonzept.html

Viele Grüße

Euer Team der BISuF

Sonntag, 22. April 2012

SPD, CDU & FDP lehnen Entlastungskonzept für den Hellweg ab!


Liebe Mitstreiter/innen,

die Fraktion "DieLinke" hat im Dortmunder-Rat ein 9-Punkte Konzept zur Hellweg-Entlastung eingebracht, welches auf den Bau neuer Umgehungsstraßen (z.B. OWIIIa) verzichtet. BÜNDNIS 90 / Die Grünen stimmten diesen Antrag zu. Leider hat die große Koalition aus SPD, CDU und FDP gegen dieses Konzept gestimmt.

Nach dem vorgelegtem Konzept sollte zur Lärmvermeidung künftig auf dem Hellweg grundsätzlich lärmoptimierter Asphalt zum Einsatz kommen und die zulässige Höchstgeschwindigkeit an das Wirkoptimum dieses Asphaltes angepasst werden. 
Außerdem sollte geprüft werden, ob die Anlieger des Hellwegs in Förderprogramme für Lärmsschutzfenster aufgenommen werden können. Auch ein LKW-Verbot  (außer Anliegerverkehr) in Asseln und Wickede war angedacht. Eine Steigerung der Attraktivität des Radverkehres und des ÖPNV stand zudem auf der Agenda.

Die Ablehnung durch SPD, CDU und FDP zeigt erneut sehr deutlich, dass es den politischen Befürwortern der OWIIIa nicht im Ansatz um die Anwohner am Hellweg geht! Die Bedürfnisse der Hellweganwohner werden schlichtweg missbraucht, um eine mautfreie und lärmintensive LKW-Trasse (OWIIIa) vom Hafen bis zur A1 zu rechtfertigen - mehr aber auch nicht.

Eine positive Seite wird die Ablehnung trotzdem haben. Die Hellweganwohner werden diese Debatte sicherlich genau verfolgen und registrieren, dass gerade die großen Parteien augenscheinlich wenig Interesse daran haben den Hellweg nachhaltig vom Lärm zu befreien, nach dem Motto "lieber eine Schnellstraße für 10 Mio. errichten, die schlussendlich nur den Unternehmen etwas bringt". Das man diese Straße wieder durch neue Schulden finanziert, spielt wohl auch keine Rolle.

SPD-Ratsfrau Weyer behauptet: „Die Entlastung konnten die Anwohner in Körne, Wambel und Brackel nach der Öffnung der OW III a bis Asseln bereits spüren. Der Weiterbau würde die Hellwegschiene auch in diesem Bereich noch weiter entlasten.“

Dabei wird allerdings ganz bewusst unterschlagen und verschwiegen, dass der Verkehr in den Ortsteilen OHNE OWIIIA viel deutlicher zurückgegangen ist (-20,1%), als z.B. in Brackel mit OWIIIA (-12,4%)! Vielleicht sollte die SPD mal die Menschen in Brackel befragen, wie nützlich die OWIIIA tatsächlich für den Verkehr ist.

Von der groß angekündigten SPD-Offensive mit eigenem Plakat im jetzigen Wahlkampf ist auch nichts zu sehen. Ebenso ist die angekündigte Bürgerinitiative "pro OWIIIa" immer noch in der Versenkung verschwunden.  Scheinbar hat man jetzt doch etwas Angst vor der Wählerentscheidung.