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Montag, 3. Oktober 2016

Auch die SPD stellt klar: OWIIIa-Weiterbau entlastet den Hellweg kaum

Als Bürgerinitiative gegen einen Weiterbau der OWIIIA begrüßen wir die Äußerungen von Ludger Wilde, Planungsdezernent der Stadt Dortmund, bezüglich des Weiterbaus auf einer Info-Veranstaltung der SPD zur Neuplanung des Brackeler Hellwegs. Herr Wilde erklärte, dass der Weiterbau der OWIIIa völlig offen sei und dieser den Brackeler Hellweg kaum entlasten würde!

Die Partei "Die Linke" hat sich bereits wie folgt dazu geäußert:
"Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass ausgerechnet auf einer Veranstaltung der SPD, die erst im April den eigentlich überflüssigen Weiterbau der OWIIIa als eines ihrer wichtigsten Stadtbezirksziele definierte, diese Feststellung gemacht wird. Die Ortskerne Brackel und Asseln werden durch diesen Straßenneubau tatsächlich nicht entlastet. Dafür werden aber die Randgebiete sowie Husen massiv mit zusätzlichem Verkehrslärm konfrontiert, da der Weiterbau nachweislich zusätzlichen Verkehr anlocken wird. Direkt am Meylant-Viertel und sogar am gerade erst von SPD & CDU trotz Kritik der Naturschutzverbände beschlossenen Neubaugebiet Wickede-West würde die autobahnähnliche Betontrasse die Anwohner belasten. Eine Alternative wäre stattdessen ein Lkw-Durchfahrtsverbot für den Asselner und Wickeder Hellweg, der die Brummis auf die Dortmunder Autobahnringe zwingen würde.", erklärt Ratsmitglied Carsten Klink für die Linke-Bezirksgruppe-Ost.

Freitag, 6. März 2015

Projekt "Nordwärts" der Stadt Dortmund

Liebe Mitstreiter,

die Stadt Dortmund möchte in naher Zukunft das Projekt „Nordwärts“ auf den Weg bringen.

In der ersten Projektbeschreibung ist ebenfalls die OWIIIa erneut ein Thema.

Bisher war das Hauptargument der politischen Befürworter (SPD, CDU und FDP) für den Weiterbau der OWIIIa, eine angebliche Verkehrsentlastung des Hellwegs.

Zur Erinnerung:
Nach den letzten Verkehrszahlen fahren im Schnitt auf dem Hellweg pro Tag zwischen 14.000 und 16.000 Fahrzeuge.

Auf der OWIIIa sollen es bis zu 26.000 Fahrzeuge sein!

Jetzt kristallisiert sich durch das Projekt „Nordwärts“ jedoch heraus, dass eigentlich bevorzugt die ansässigen Unternehmen profitieren sollen! Diese Befürchtung haben wir bereits mehrfach geäußert. Die örtliche Politik verneinte das natürlich.

Doch nun soll neben dem Weiterbau der OWIIIa auch der Bau der Nordspange ganz konkret geplant werden.

Hier ein kleiner Auszug aus der Vorlage der Stadt Dortmund:
Grundsätzlich werden die Förderung der Nahmobilität , die Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs (MIV) sowie die Optimierung des Güterverkehrs angestrebt. [...] Zusätzliche Wirtschaftsflächen an vorhandenen Verkehrsachsen, verteilt über das gesamte Stadtgebiet, werden entwickelt, damit Dortmunder Unternehmen auch weiterhin Wachstumschancen am bisherigen Standort nutzen können und auswärtigen Firmen ein adäquates Angebot unterbreitet werden kann.

Heißt, dass Unternehmen bessere und kürzere Verkehrswege erhalten sollen. Auch wenn, wie bei der Weiterführung der OWIIIa, dadurch Wohngebiete deutlich verlärmt werden.

Die komplette Vorlage findet ihr hier im Artikel der Ruhrnachrichten:
http://www.ruhrnachrichten.de/staedte/dortmund/44137-Dortmund~/Zehn-Jahres-Projekt-Nordwaerts-Diese-Ideen-sollen-Dortmunds-Norden-neuen-Schub-geben;art930,2641275

Montag, 12. August 2013

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur OWIIIA liegt jetzt vor!

Liebe Mitstreiter/innen,
nach langem Warten wurde der Stadt Dortmund sowie der Bürgerinitiative BISuF die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zur OWIIIA übergeben.

Eine Umweltverträglichkeitsprüfung bildet die Basis für weitere Planungsschritte, sofern diese jemals durchgeführt werden.

Die ersten Ergebnisse unserer Analyse möchten wir euch heute miteilen. Auch die Umweltverbände prüfen aktuell die dort hinterlegten Aussagen.

Zur UVP:
Wie wir bereits vor längerer Zeit vermutet haben, soll die OWIIIA zumindest bis zur Wickeder Str. 4-spurig(!!) gebaut werden. Das ist jetzt Fakt, da können uns die Politiker erzählen was sie wollen....
Auch die bereits geplanten Kreisverkehre sind so konstruiert, dass man relativ leicht
die gesamte Strecke 4-spurig ausbauen könnte.

Auszug aus der UVP:
„Eine Ausnahme hiervon bildet der Abschnitt von der Asselburgstraße (L 556) bis zur K 18, der Verkehre von über 26.000 Kfz/24h aufnehmen muss. Hier ist aufgrund der höheren Verkehrsbelastung ein 4-streifiger Querschnitt erforderlich (RQ 21).“

Dadurch werden Ortschaften wie z.B. Asseln, die ja eigentlich eine deutliche Entlastung erhalten sollten, kaum angebunden! Lediglich die Asselburgstr. und Wickeder Str. sollen eine Zufahrt zur 4-spurigen OWIIIA erhalten.

Wie sollen Ortschaften von der OWIIIA profitieren, wenn man die nicht vollständig und ausreichend anbinden möchte? Bei einer 4-spurigen Schnellstrasse ist das auch nicht wirklich machbar. Die Eschenwaldstr. und Bienenstr. sollen definitiv nicht angebunden werden, dadurch wird sich der Schleichverkehr im Bereich Küsterkamp und Grüningsweg wohl kaum verringern lassen.

Interessant ist in der UVP die Aussage, dass an der Wickeder Str. täglich ca. 6000 Kfz in Richtung Wickede sowie Husen abfließen soll.

Natürlich wird auch der LKW-Verkehr bezüglich OWIIIA erwähnt. Zitat aus der UVP:
„Die prognostizierten LKW-Anteile liegen tags bei 4,8% und nachts bei 6,6%. (...) Berücksichtigt ist eine Entwurfsgeschwindigkeit von V = 90 km/h.“

Damit lässt sich endlich(!) eindeutig belegen, das hohe Geschwindigkeiten inkl. starker Lautstärke gefahren werden dürfen. Auch die Linienführung bestätigt unsere schlimmsten Befürchtungen. Die UVP favorisiert eine Variante, die direkt an die dortigen Wohngebiete vorbei führt!

Zitat aus der UVP:
“Durch die enge Führung entlang des nördlichen Siedlungsrandes von Wickede können zum südlichen Rand des Naturschutzgebietes Wickeder Ostholz Distanzen von 30 bis 120 m eingehalten werden.“
Wie sollen da die Natur- und Lärmschutzbelange eingehalten werden? Zumal an anderer Stelle des Gutachtens aktuell und schon lange gültige Europäische Gesetze und Normen für den Lärmschutz noch keine Berücksichtigung finden. Die mittlerweile auch hier gültigen Gesetze - insbesondere auch zum Schutz ruhiger Zonen - blieben im Gutachten gänzlich unberücksichtigt.

In der UVP ist explizit vermerkt, dass von der Wickeder Str. „bis zur Dortmunder Straße (L 663) ca. 19.000 Kfz/24h“ zu erwaten sind! Was das an Lärm bedeutet, kann sich wohl jeder vorstellen. Selbst auf dem Hellweg ist der Verkehr nicht so stark, wie für die OWIIIA prognostiziert.

Zum Thema Lärmschutz gibt es natürlich auch einen interessanten Hinweis, Zitat aus der UVP: „Die vorhandene Wohnbebauung wird in diesem Bereich zwischen Bau-km 3+005 und L 663 durch Lärmschutzwälle gegenüber den Lärmimmissionen der Neubaustrecke geschützt“

Wickede und Husen werden durch eine 3 bis 4 Meter hohe Mauer (Lärmschutzwand) getrennt. Was das für unsere gesamte Wohnqualität in Wickede bedeutet sollte uns allen sehr klar sein. Auch Grundstücke und Eigenheime, die direkt oder unmittelbar an der OWIIIA liegen, werden deutlich an Wert verlieren!

Insgesamt bedeutet diese Linienführung insbesondere:
1. Neue West-Ost Autobahn mit überwiegend Schwerlastverkehr
2. Zerstörung der Erholungsräume für Freizeitsportler, Wanderer, Reiter etc.
3. Zerstörung von Landwirtschaftlichen Nutzflächen
4. Extrem starke Belastungen für Anwohner durch Lärm, Feinstäube, Arsen und andere Umweltgifte.
5. Erhebliche Eingriffe in die Natur und deren teilweise Zerstörung, Vernichtung der Lebensqualität

Leider werden aus unserer Sicht auch wichtige Tatsachen einfach unterschlagen! Beim Thema Verkehrsentwicklung nimmt dieses Gutachten die Verkehrszählung aus dem Jahr 2008, nicht aus 2009. Die letzte große Zählung aus dem Jahr 2009 kommt zu ganz anderen Prognosen, als die in der UVP aufgeführte Zählung.

Interessant ist zudem, dass die UVP zum Ergebnis kommt, die OWIIIa würde bei Fertigstellung insgesamt (je nach Streckenabschnitt) 24.000 bis ca. 26.000 Kfz/24h aufnehmen können. Damit sind die Aussagen einiger lokaler Politiker, dass die OWIIIA lediglich 18.000 Kfz/24h aufnehmen werde, auch entlarvt. Die Lärmbelastung wird enorm sein, diese Tatsache ist jetzt nicht mehr zu widerlegen.

Das Thema Umwelt und Natur scheint ebenfalls nicht immer aktuell zu sein, jedenfalls sind viele Aussagen veraltet und werden aktuell von den Umweltverbänden intensiv geprüft.

Wir bleiben dran und informieren euch auch weiterhin.

Viele Grüße


Das Team der BISuF

Montag, 15. Oktober 2012

NRW-Regierung wird Planungen zum OWIIIa-Ausbau in Unna nicht fortsetzen

Die Bürgerinitiative BISuF (Schützt unseren Freiraum) begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, die Planungen für eine Ortsumgehungen Unna (Westtangente) sowie Unna/Massen (Nordumgehung) nicht weiter zu verfolgen. Kommunale Politiker von SPD und CDU hatten versucht, diese Entscheidung im NRW-Verkehrsministerium in ihrem Sinne zu beeinflussen.

Zwar bleiben die Anwohner in Unna und Kamen zunächst auf unabsehbare Zeit vor einer Zunahme durch Lärm und Abgase verschont. Gleichzeitig ist nun aber zu befürchten, dass die berühmte "Salami-Taktik" - wie auch bereits beim Dortmund Flughafen angewandt - die Folge sein wird:

- Die OWIIIa wird auf Dortmunder Gebiet im 3. Bauabschnitt 4-spurig bis zur Stadtgrenze Dortmund mit Anbindung an die Gudrunstr. geplant. Dies würde für die dortigen Anwohner eine erhebliche und massive Belastung bringen. 
- Alternativ könnte die OWIIIa auch (zunächst) an der Wickeder Str. enden.

Beide Varianten sind absolut inakzeptabel und nicht hinnehmbar.

Eine 4spurige OWIIIa (wie von der SPD gefordert) bis zur Wickeder Str. würde die Ortskerne Wickede sowie Husen durch den abfließenden Verkehr extrem belasten. Gleichzeitig wäre eine Entlastung für Asseln, wie von den politischen Befürwortern regelmäßig kommuniziert, faktisch nicht vorhanden, denn bei einem 4spurigen Ausbau ist die Anbindung an die dortigen querenden Straßen fast nicht möglich. Schwerlastverkehr würde den Ortskern von Wickede zusätzlich belasten, weil sie die südlichen Gewerbegebiete anfahren wollen.

BISuF fürchtet, auch nach den jüngsten Äußerungen der Wirtschaftsförderung, dass im Zusammenhang mit der Entwicklung der Logistik-Fläche auf der ehemaligen Westfalenhütte und dem Bau der KV- Anlage sowie der Nordspange zum Hafen die OWIIIa in Wahrheit eine neue West-Ost Schwerlast Schnellverkehrsverbindung werden soll.

Die als Ortsumgehung deklarierte Schnellstraße würde im Falle einer Realisierung auf Dortmunder Stadtgebiet (3. Bauabschnitt) den letzten großen zusammenhängenden Freiraum in Dortmund für immer zerstören. Dadurch würde nicht nur die Lebensqualität in Dortmund erheblich sinken, sondern die Zerschneiden und Verlärmung der Naturschutz- und Naherholungsgebiete am Wickeder Ostholz mit seiner wertvollen Fauna und Flora die Folge sein. Die dortigen Anwohner würden einer massiven Lärm- und Abgasbelastung ausgesetzt werden.

Die entscheidenden Argumente werden schlichtweg unterschlagen. Seit 2000 ist der Verkehr in den betroffenen Stadtteilen teilweise erheblich zurückgegangen. In Asseln und Wickede allein um ca. 21,7%. (Verkehrszählung der Stadt Dortmund von 2009). Ebenfalls hat die letzte Zählung (Anfang 2012) in Husen / Kurl klar aufgezeigt, dass allein auf der Kurler Straße eine Verkehrszunahme durch die Bahn-Untertunnelung in Kurl feststellbar ist. Gerade die innerörtlichen Verkehre (z.B. Flemerskamp) haben abgenommen.

Wir fordern die seit Monaten überfällige und nur Insidern schon bekannte Umweltverträglichkeitsprüfung endlich zu veröffentlichen. Die vermutlich kritische Aussage zum Ausbau der OWIIIa hat man offenbar wegen der Kommunal-Wahl-Wiederholung zurückgehalten und entsprechende Anfragen der OWIIIa-Kritiker seit Februar nicht beantwortet. 

BISuf tritt dafür ein, die vorhandene Straßen-Infrastruktur (Hellweg, Flughafenumgehung) auf den innerörtlichen Ziel- und Quellverkehr hin zu optimieren und insbesondere den Schwerlastverkehr durch verkehrslenkende Maßnahmen vom Hellweg zu verbannen. So können die Ortskerne von Asseln und Wickede zeitnah, kostenschonend und dazu noch freiraumschützend vom vermeidbaren Durchgangsverkehr entlastet werden. Um das von OB Ullrich Sierau für die Stadt Dortmund angestrebte Ziel, Klimahauptstadt zu werden, zu erreichen, sollte die städtische Planungsverwaltung die Bedenken des hauseigenen Umweltamtes in Sachen Freirum- und Lärmschutz bei die Verkehrsplanungen für den Dortmunder Osten berücksichtigen.   

Dienstag, 29. Mai 2012

Info-Veranstaltung der Verwaltung erneut abgesagt!

Liebe Mitstreiter/innen,

die Verwaltung und der Dortmunder Oberbürgermeister haben leider den angekündigten Termin zur Info-Veranstaltung zum Thema "OWIIIa" am 04.06.2012 abgesagt! Und das schon zum zweiten Mal - Anfang des Jahres wurde eine geplante Info-Veranstaltung der Bezirksvertretung bereits abgesagt.

Hier die schriftliche Begründung der Verwaltung / Politik:
Stadt Dortmund
Der Oberbürgermeister
Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates


Sehr geehrte Damen und Herren, 

bestimmt konnten Sie schon einigen Presseberichten entnehmen, dass Dortmund derzeit "Rat-los" ist. 
Zudem sind auch alle Bezirksvertretungen (außer Brackel) nicht mehr aktiv und müssen gemeinsam mit dem Rat am 26.08 erneut gewählt werden. 
Dem zur Folge gibt es in Dortmund im Moment (mit Ausnahme der Bezirksvertretung Brackel) keine demokratisch gewählten Entscheidungsträger. 
Die für den 04.06.2012 geplante Veranstaltung  wurde mit dem Ziel geplant alle Interessierten -Politik, Bürger, Bürgerinnen und Bürgerinitiativen über den Stand des Verfahrens 
"Weiterbau OWIIIa" zu informieren. 
Im Hinblick auf den bevorstehenden politischen Wahlkampf möchten wir vermeiden, dass die von den BürgerInnen gewünschte Informationsveranstaltung zur Wahlkampfveranstaltung wird 
und eine sachliche Information für die interessierten Teilnehmer/innen möglicherweise erschwert wird. 
In Abstimmung mit dem Stadtplanungs-und Bauordnungsamt, Herrn Stadtrat Lürwer und Herrn Oberbürgermeister Sierau haben wir uns dazu entschieden die Informationsveranstaltung auf einen Zeitpunkt nach der Kommunalwahl zu verschieben. 
Ich hoffe, dass die Entscheidung für Sie nachvollziehbar ist. Ich werde Sie auf dem Laufenden halten und Ihnen zeitnah die neue Terminplanung mitteilen.     

Haben Sie Dank für ihr Verständnis. 

Ich wünsche allen ein schönes Pfingstfest und verbleibe 
mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Michaela Bonan
Amt für Angelegenheiten des Oberbürgermeisters und des Rates
Ombudsfrau für Bürgerinitiativen 
GF Konsultationskreis Energieeffizienz und Klimaschutz 
GF Lenkungskreis Elektromobilität
Südwall 2-4
44122 Dortmund



Als Bürger dieser Region kann (oder muss) man ob dieser Argumentation ein wenig irritiert wirken. WANN wäre denn der beste Moment, dieses Thema zu behandeln und von der Stadt die "dort bekannten Karten" auf den Tisch zu legen? Hat der Bürger nicht das Recht, VOR der Wahl alles zu wissen, was seine Wahlentscheidung beeinflussen könnte?

Denn im Gegensatz zur "Spitzenkandidatenfrage" bei der NRW-Wahl geht es bei der anstehenden Ratswahl (auch im Stadtbezirk Brackel) hier vor Ort um ein ganz spezielles kommunales Thema. Und da musste ja schon der Oberbürgermeister zugeben, dass eine OWIIIa mit ca. 26.000 Autos/Tag als 4-spurige (Autobahn-)Straße mindestens bis zur Wickeder Straße geführt wird. Und auch die Verknüpfung im Westen an die "Nordspange" über die Westfalenhütte spielt hier eine aus Sicht der Stadtplanung überregionale und den Verkehr bzw. den Straßenausbau betreffend entscheidende Rolle. 

Offensichtlich fürchten Verwaltung und wichtige Politiker, dies den Bürgern im Wahlkampf bzw. am Wahlkampfstand auch zu sagen, dass sie für eine Autobahn in unserem letzten großen Freiraum eintreten und die Bedürfnisse der dortigen Anwohner keine Rolle spielen.

Wir werden uns natürlich zeitnah beraten, ob die Bürgerinitiativen selber eine solche Veranstaltung auf die Beine stellen können.

Mittwoch, 9. Mai 2012

Zusammenfassung der Ortsbegehung mit Herrn Sierau

Liebe Mitstreiter/innen,

gestern, am 08.05.12, um 14:30 Uhr fand die angekündigte Ortsbegehung mit unserem Oberbürgermeister Sierau statt. Da nicht alle von euch anwesend sein konnten, möchten wir euch kurz eine Zusammenfassung geben.

Herr Sierau sagte ganz klar, dass der Bau der OWIIIa politisch beschlossen sei, jedoch noch einige Hürden zu nehmen sind. Natürlich könnte die politische Meinung noch geändert werden, allerdings sei das doch unwahrscheinlich.

Besonders interessant waren die Ausführungen wie die OWIIIa nun aus Sicht der Verwaltung und SPD gebaut werden müsste. Bis zur Wickeder Str. auf jeden Fall 4spurig! Denn bis dahin rechne man auf jeden Fall mit mindesten 24.000 Verkehrsteilnehmern. Das ist jetzt mal ein ganz klare Aussage, die nicht mehr zu korrigieren ist. Zwischen Wickeder Str. und Dortmunder Str. rechne man mit mindesten 18.000 Fahrzeugen (obwohl die SPD Husen-Kurl mit 26.000 rechnet), ob man dann dort tatsächlich 2spurig bleiben kann ist somit weiter fraglich und konnte nicht zu 100% beantwortet werden. In jedem Fall wird der aktuelle Freiraum für immer zerstört und unsere Wohngebiete massiv verlärmt.

Auffällig ist natürlich, dass das prognostizierte Verkehrsaufkommen "plötzlich" nach unten korrigiert wurde. Von 26.000 PKW/LKW pro Tag auf 24.000 bzw. 18.000 Fahrzeuge täglich. Es wurde zudem eine zweite Strecken-Variante präsentiert: Die OWIIIa könnte auch direkt neben dem Pleckenbrinksee vorbei führen.

Laut Herrn Sierau wurde die Weiterführung der OWIIIa über Jahre ganz intensiv von Politikern aus SPD, CDU und FDP gefordert (leider auch in Dortmund die politische Mehrheit). Zwar wird die OWIIIa vom Landtag NRW geplant, allerdings sind die Beschlüsse in der Bezirksvertretung Brackel und im Dortmunder Rat (von SPD, CDU und FDP) getroffen worden.

Es wurde (aus unserer Sicht) zwar versucht uns den Eindruck zu vermitteln, dass die Politik sich bereits einige wäre, jedoch lassen wir uns davon nicht ablenken. Wir werden weiterhin aufklären und versuchen unsere Argumente einzubringen. Auch der Oberbürgermeister musste zugeben, dass die Möglichkeit einer Klage gegeben und alles andere als aussichtslos ist. Gerade die Umweltverbände haben in der Vergangenheit mehrmals angekündigt gegen den Weiterbau rechtlich vorzugehen, sollte es kein Umdenken geben. Wir werden sie dabei selbstverständlich unterstützen.

Lasst euch nicht verunsichern, wir werden weiter für unsere gemeinsame Sache kämpfen! Unseren Lebensraum und Wohnqualität lassen wir uns nicht so einfach nehmen.

Denkt auch bitte daran am 13.05 zur Wahl zu gehen. Wir können mit unserer Stimme dazu beitragen, dass es bei einigen Politikern doch noch ein Umdenken geben könnte. Wenn Ihr noch wissen möchtet welche Partei "wie" zur OWIIIa steht, könnt Ihr hier unseren Faktencheck zur Landtagswahl aufrufen und speichern: http://bisuf.de.vu/Flyer-Fakten.pdf

Der nächste öffentliche Termin:
Am 04.06.2012 um 18:30 Uhr findet im ev. Gemeindehaus Asseln eine Info-Veranstaltung / Diskussion unter neutraler Moderation statt. Dort werden neben Mitarbeiter der Stadt-Verwaltung auch Herr Sierau anwesend sein.
Bitte haltet euch diesen Termin frei! Auf dieser Veranstaltung können wir alle noch einmal ganz offen über die Weiterführung der OWIIIa sprechen und unseren Oberbürgermeister auf die Probleme aufmerksam machen!


Viele Grüße

Eurer Team der BISuF - wir geben nicht auf!

Sonntag, 29. April 2012

OB Sierau kommt!

Liebe Mitstreiter/innen,

Unser Oberbürgermeister Herr Sierau wird am 8. Mai um 14.30 Uhr am Reiter Hof an der Eichwaldstr. den angekündigten Ortstermin vornehmen!
Wir bitte jeden, der es irgendwie einrichten kann, daran teilzunehmen. Dadurch erhalten wir alle die einmalige Chance unsere Ängste und Bedenken Herrn Sierau vorzutragen.

Außerdem ist für den 4.6. um 18.30 Uhr  im ev. Gemeindehaus Asseln eine Info-Veranstaltung / Diskussion unter neutraler Moderation geplant. Einladungen und Öffentliche Bekanntmachung sollen kurzfristig erscheinen. Genauere Informationen liegen noch nicht vor. Aber auch hier: Bitte den Termin vormerken.

Weitere Informationen:
Vielleicht habt ihr es bereits mitbekommen. SPD, CDU und FDP haben ein Entlastungskonzept für den Hellweg, welches ohne OWIIIA auskommen sollte, abgelehnt!!

Einen entsprechenden Artikel findet ihr auf unserer Webseite: http://bisuf.blogspot.de/2012/04/spd-cdu-fdp-lehnen-entlastungskonzept.html

Viele Grüße

Euer Team der BISuF

Montag, 2. April 2012

Offener Brief an Friedhelm Sohn (SPD)

Liebe Mitstreiter/innen,

Herr Möllmann, ein Anwohner der geplanten OWIIIa, hat einen sehr treffenden Brief an SPD Ratsmitglied Friedhelm Sohn geschrieben und uns erlaubt diesen hier zu veröffentlichen.



Lieber Friedhelm Sohn,

wir kennen (und ich glaube, das sagen zu dürfen, schätzen) uns als Hausnachbarn in Do-Wickede schon seit langer Zeit. Häufig haben wir uns in nachbarschaftlichen, familiären Gesprächen freundschaftlich unterhalten und dabei (logischerweise), wen wundert’s angesichts Deiner anerkennenswert aktiven Rolle in der Stadtpolitik, über mehr oder weniger tagesaktuelle politische Themen unterhalten. Fast immer hatte ich dabei den Eindruck- und soweit es die überregionalen politischen Themen anbelangt- auch die feste Überzeugung gewonnen, dass wir die gleiche politische Heimat unser eigen nennen können. Dies gilt auch heute noch!  Wenn ich jetzt ausnahmsweise diesen Weg der Kommunikation eines offenen Briefes nutze, liegt das an einem Thema, in dem wir nun wirklich eklatant unterschiedliche Standpunkte einnehmen und in dem Du aus vermutlich parteipolitischem Opportunismus die Öffentlichkeit gesucht hast. Du bist für den Weiterbau der OW IIIa. Ich nicht! Wie sollte ich auch angesichts der Planungen, unmittelbar angrenzend an meinen Garten eine Autobahn bauen zu wollen. An Deinen Garten soll die Autobahn ja nicht angrenzen. Aber machen wir uns nichts vor: Die negativen Auswirkungen von Minderung der Wohnqualität durch Lärm, Luftverschmutzung etc. würdest Du dann ebenso, weil es ja gar nicht nur um uns geht, wie die Bewohner in Brackel, Asseln, Wickede, Unna-Massen, Unna auch „genießen“ können. Willst Du das wirklich für Deine Familie mit Kindern und Enkeln? Aber der Reihe nach……..

In verschiedenen Pressestatements argumentierst Du, dass Dir seinerzeit diese Planungen bekannt gewesen seien. Hat Dir wirklich unserer damaliger selber Bauträger gesagt, dass wir einmal Anlieger einer Autobahn sein werden? Mir nicht! Die Kenntnis einer evtl. Bauabsicht zur Realisierung einer „Entlastungsstraße“ des Hellwegs ist erst später durch Nachbarschaftsinformationen etc. gewachsen. Eigentlich vorstellbar war das aber auch Dir sicher nicht. In einem zwischenzeitlich durch unter Naturschutz gestellten Grüngürtel eine Straße, jetzt sogar Autobahn, zu bauen, haben wir uns alle doch wirklich nicht vorstellen können. Ich verwende in diesem Zusammenhang die zugegeben nicht gänzlich zutreffende Vergleichsfrage, ob denn wirklich noch keiner auf die Idee gekommen ist, mitten durch den Westfalenpark eine Autobahn zu bauen. Zunächst dem Naturschutz eine Chance zu geben und damit bei der Bevölkerung parteipolitisches Kapital zu ziehen, dann aber unmittelbar daneben eine Autobahn zu planen, halte ich für ziemlich widersprüchlich. Soweit zur Vergangenheit.

Die Gegenwart hat durch die Vielzahl von auch in der breiten Öffentlichkeit ausgetauschten fundierten Argumenten von Befürwortern und Gegnern gezeigt, dass die Basis der damaligen Planungen (Verkehrszählungen, Umweltverträglichkeit, Nutzenanalyse usw.) aus heutiger Sicht keine Planungsfortsetzung rechtfertigt. Du verwendest Dich eindeutig für die Fortsetzung und willst dabei billigend eine Vielzahl von Nachteilen in Kauf nehmen (siehe oben). Glaubst Du wirklich noch an den vermeintlichen Vorteil von der Hellwegentlastung angesichts deutlich gesunkener Zahlen? Die auf der Basis damaliger Zählung erfolgte Planung ist durch aktuelle Zählungen mit erheblich niedrigerem Verkehrsaufkommen doch längst ad absurdum geführt. Dass insgesamt eine deutliches Mehr an Verkehrsfrequenz durch eine Autobahnanbindung die Folge sein wird, ist durch die möglicherweise unfreiwillig erfolgte Publikation des SPD-OV bekannt geworden und liegt doch jetzt auf der Hand. In unserer gemeinsamen Wohnstraße gibt es- wie Du weißt- schon die ersten Absetzbewegungen: „Weg von Wickede“, sagen meine unmittelbaren Nachbarn (auch wenn dabei möglicherweise noch weitere Faktoren eine Rolle spielen) und haben ihre Verkaufsabsichten durch entsprechende Order belegt. Ich finde das sehr bedauerlich und komme damit zur Zukunft.

Ich will nämlich bleiben! Nicht weil ich schon einmal vor sehr langer Zeit aus einer auch heute noch ziemlich unwirtlich gewordenen Dortmunder Wohngegend zum Wegzug gedrängt worden wäre, sondern weil ich immer noch daran glaube, dass die Einsicht in das Richtige Maßstab politischen Handelns sein wird. Ich möchte kein Wutbürger werden und ich möchte auch hier kein „Stuttgart 21“ erleben. Lieber Friedhelm Sohn, ich weiß, dass jetzt Wahlkampf ist und die Töne rauer werden. Aber Sachlichkeit in der Argumentation, Abwägung von Vor- und Nachteilen, das Finden der richtigen Lösung, das Anhören und Bewerten auch divergierender Meinungen muss möglich sein. Ich bitte Dich, mit Deiner langjährigen politischen Erfahrung dabei mitzuwirken. Dabei sollte aber nicht die parteipolitische Brille, sondern vielmehr das eigentlich wirklich wichtige Wohl der Bürger nach einem lebenswerten Umfeld in intakter Natur eine entscheidende Rolle spielen. Das haben alle Bürger im betroffenen Umfeld (auch die Hellweg-Anwohner) verdient und das hat auch die Natur verdient.

Mit herzlichem Glück auf!

Heinz Möllmann

Montag, 20. Februar 2012

SPD bestätigt 26.000 PKW/LKW auf OWIIIA

Liebe Mitstreiter/innen,

erst hat die SPD Husen/Kurl bestätigt, dass auf der OWIIIa (min.) 26.000 Kfz/Tag fahren werden, was konsequent eine 4-spurige Straße bedeutet (ab 20.000 Kfz/Tag). Dann hat SPD-Stadtbezirksvorsitzender und Ortsvereinsvorsitzender von Wickede, Dirk Sanke, im Lokalkompass bestätigt, dass die OWIIIa wohl "nur" bis zur Wickeder Str. 4-spurig geführt wird. Nun bestätigt das Brackeler BV-Mitglied Hartmut Monecke, dass die OWIIIa den Verkehr der künftigen Nordspange von der Westfalenhütte und im Osten von den künftigen Gewerbegebieten in Unna-West aufnehmen müsse. Ein Freiraum-"Ausgleich" sei ja die ehemalige Industriebrache Halde Schleswig (wird aktuell mit einer Folie gegen schädliche Abgase abisoliert), die schon bald den Grüngürtel unseres Stadtbezirkes bereichert.

Mit seinem Interview in der aktuellen WR/WAZ will er nun die OWIIIa-Gegner spalten, in dem er auf die schon "traditionellen Gegner" verweist, die mit immer noch den gleichen Argumenten kämpfen. Auf der anderen Seite die "neuen" Gegner, die dieses Feld nur politisch nutzen wollen (er meint die Linke und besonders eine Person).

In der Tat argumentieren die OWIIIa-Gegner seit Jahrzehnten mit den selben Argumenten: Erhalt der letzten Freiräume unserer Region!
Allerdings wird unser Argument von den OWIIIa-Fans ständig neu gestärkt, denn...

....die Befürworter haben stets neue Argumente:

- 1920 war der Verkehr zwischen Unna und DO schon so stark, dass der Hellweg mit Dörfern mit mehreren hundert Bewohnern von den wenigen Autos und Fuhwerken
entlastet werden musste.

- In den 50er Jahren, als ein Straßenraster über Dortmund noch den Emscherschnellweg und die DüBoDo zeichnete, in der die OWIIIa eine gute Ergänzung darstelte

- In den 60er Jahren, als "Groß-Hoesch" Dortmund beherrschte und mit dem Rüschebrink-Brückenbauwerk Aus- und Einfahrt für die Westfalenhütte plante (und baute!)

- In den 70er Jahren, als Willmanns-Wohnungsbau zusammen mit Hoesch-Wohnungsbau das Brackeler Feld bebauen wollte und Anschlussstraßen benötigte.

- In den 80er Jahren, als der stark befahrene Hellweg von Dortmund bis Wickede entlastet werden sollte, um die Ortskerne zu beruhigen
- In den 2000er Jahren, als für die Planung von Hohenbuschei ein "Abfluss" gesucht wurde

- Heute: weil der Hellweg zumindest in Asseln + Wickede noch immer so voll ist und die Orte entlastet werden müssen, obwohl aktuelle Verkehrszählungen
einen Rückgang bescheinigen

- In Zukunft: Durch Brackel, Asseln und Wickede fahren noch immer über 12.000 Kfz/Tag. Gleichzeitig brausen über 30.000 Kfz und unzählige Schwerlastverkehre über die OWIIIa sowie 60.000 Kfz/Tag auf der begleitenden sechspurigen B1 durch unsere früheren Freiräume. Die Industrie von Hafen, Westfalenhütte und Unna/Kamen hat neben A2 und B1 eine weitere Verbindung zwischen A1 , B236 und A45 gefunden. Und über uns kreisen die Flugzeuge......

Doch weil es so schön ist, bauen wir die dann verbliebenen "Grün-Inseln" im Asselner- und Wickeder Feld mit "hochwertigen" Häusern auch noch zu. Als Ausgleich bekommen wir die schon beschlossenen Gewerbegebiete rund um den Flughafen. So könnten viele zumindest wohnortnah arbeiten, zumindest aber gut mit dem Auto anreisen.

Wir freuen uns darauf
- dass wir künftig von Schallschutzwänden umrahmt
- auf der Halde Schleswig die "Umwelt" anschauen können
- und mit den direkten Autobahnanschlüssen an Asselner- und Wickeder Straße mit dem Auto schnell ins Sauer- oder Münsterland fahren können, um die Natur zu genießen.

DANKE, Politik. Genau DARUM haben wir euch gewählt ..... oder etwa nicht?

Überzeugt euch selbst - hier:

http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/nord-ost/hellweg-seit-jahren-ueberlastet-id6378797.html